Nach Silvester ist VOR Silvester

– eine Annäherung –

Was erwartet Dich?

Ich beleuchte das Thema „Silvester“ aus verschiedenen Blickwinkeln. Du erhältst Informationen über Geschichte des Silvesterfeuerwerkes, Gesetzesgrundlage des Silvesterfeuerwerkes, Auswirkungen des Silvesterfeuerwerkes.

Die Absicht dieses Artikels ist es NICHT, all jene Menschen, die es nach wie vor lieben, an Silvester ihr Feuerwerk abzubrennen, in irgendeiner Weise anzugreifen, zu beschuldigen, zu verurteilen, oder zu verunglimpfen!!!

Es IST die Absicht dieses Artikels, einen unverfälschten und klaren Blick auf die Auswirkungen des Silvesterfeuerwerkes zu ermöglichen. Ich benenne nüchterne Fakten, und verzichte dabei ganz bewusst auf Mitleid heischende Bilder von Menschen und Tieren, oder verstörende Fotos von innerstädtischen Krawallen. Ich verzichte bewusst auf jegliche Form von Polemik oder „erhobenem Zeigefinger“.

Ich appelliere statt dessen an Mitgefühl, Verständnis, Rücksichtnahme und Verantwortungsgefühl. Es ist mein Wunsch, zu informieren und zu sensibilisieren, um damit vielleicht die Herzen der Menschen zu berühren.

Und JA!!! Auch ich hab es geliebt, an Silvester zu böllern!!!

Auch mir war lange nicht bekannt, was das Silvesterfeuerwerk für Tiere bedeutet, oder dass sie darunter leiden. Das hatte ich überhaupt nicht auf dem Schirm! Das änderte sich jedoch schlagartig, als wir 2007 unseren Hund bekamen, die immer bei jedem lauten Geräusch total durchdrehte, vor Schreck „wie von der Tarantel gestochen“ losrannte, und sich irgendwo versteckte, zitternd und winselnd; und das stundenlang … Da hab ich angefangen, anders darüber zu denken. Seit diesem Zeitpunkt – und bis zum heutigen Tag – gibt es bei uns kein Feuerwerk an Silvester mehr. Und witzigerweise vermisst es niemand!

Soviel zu mir und meinem Weg zu einem Böller-freien Silvester …

Jetzt werde ich euch – wie oben angekündigt – von Silvester und dem Feuerwerk erzählen.

Zur Kulturgeschichte des Feuerwerkes

Ich möchte ein möglichst vollständiges Bild zeichnen, deswegen dieser Abschnitt über die Geschichte des Feuerwerkes. Ich will mich gar nicht zu sehr darin verlieren, sondern hier lediglich einige Fakten benennen … Das private Feuerwerk, wie wir es heute kennen, ist noch keine 80 Jahre alt (erst seit 1950/60 gibt es das in dieser Form)!

Zitat:

„In Deutschland wird vor allem der Jahreswechsel offiziell gefeiert, mit einem großen Feuerwerk vor dem Brandenburger Tor in Berlin. Aber noch bedeutender hierzulande ist die private Silvester-Böllerei geworden: eine Entwicklung, „die erst auch* dem Zweiten Weltkrieg, nach dem Wirtschaftswunder eingesetzt hat“, so Kulturwissenschaftler Trummer. Damals wurden die Feuerwerkskörper für die breite Bevölkerung erschwinglich. „Da hat sich dann auch richtiggehend eine Industrie gebildet, die dann Feuerwerk auf breiter Ebene ermöglicht hat.“ (Zitat Ende)

(*Druckfehler im Originaltext: „auch“ sollte „nach“ heißen!)

Wer mehr dazu erfahren möchte, findet den vollständigen Artikel unter folgendem Link zum Nachlesen: https://www.deutschlandfunkkultur.de/kulturgeschichte-des-feuerwerks-100.html

Gesetzliche Grundlage

Alles im Bezug auf das Silvesterfeuerwerk ist gesetzlich geregelt, und zwar im Sprengstoffgesetz. Genauer gesagt, in der „Ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz“ (1. SprengV). Im Abschnitt V, §§ 20 bis 24, ist genau geregelt, wer wo wann welche Sprengkörper erwerben bzw. benutzen darf.

Hier ein kleiner Überblick …

Zitat:

1.SprengV, Abschnitt V, § 20, Absatz 2

„(2) Der Umgang und Verkehr mit pyrotechnischen Gegenständen der einzelnen Kategorien ist Personen nur dann gestattet, wenn sie das nachfolgend aufgeführte Lebensalter vollendet haben:

Kategorie 1: 12 Jahre,

Kategorie 2: 18 Jahre,

Kategorie 3: 18 Jahre,

Kategorie 4: 21 Jahre,

Kategorie P1: 18 Jahre,

Kategorie P2: 21 Jahre,

Kategorie T1: 18 Jahre,

Kategorie T2: 21 Jahre.“ (Zitat Ende)

Zitat:

1.SprengV, Abschnitt V, § 20, Absatz 4

„(4) Folgende pyrotechnische Gegenstände der Kategorie 2 dürfen nur an Erlaubnisinhaber nach § 7 oder § 27 oder Befähigungsscheininhaber nach § 20 des Gesetzes vertrieben, überlassen oder von diesen verwendet werden:

1. Knallkörper und Knallkörperbatterien mit Blitzknallsatz,

2. Raketen mit mehr als 20 g Netto-Explosivstoffmasse,

3. Schwärmer und

4. pyrotechnische Gegenstände mit Pfeifsatz als Einzelgegenstand.“ (Zitat Ende)

Zitat:

1.SprengV, Abschnitt V, § 21, Absatz 5

„(5) Pyrotechnische Gegenstände der Kategorien 1 und 2 dürfen an den Verbraucher nur in kleinsten Verpackungseinheiten oder in größeren Einheiten, die mehrere kleinste Verpackungseinheiten enthalten, vertrieben oder ihm überlassen werden, soweit die nach Absatz 1 vorgeschriebene Anleitung nicht auf dem einzelnen Gegenstand angebracht ist.“ (Zitat Ende)

Zitat:

1.SprengV, Abschnitt V, § 22, Absatz 1

„(1) Pyrotechnische Gegenstände der Kategorie 2 dürfen dem Verbraucher nur in der Zeit vom 29. bis 31. Dezember überlassen werden; ist einer der genannten Tage ein Sonntag, ist ein Überlassen bereits ab 28. Dezember zulässig. Satz 1 gilt nicht für Verbraucher, die eine Erlaubnis nach § 7 oder § 27 oder einen Befähigungsschein nach § 20 des Gesetzes oder eine Ausnahmegenehmigung nach § 24 Absatz 1 besitzen. Die Regelungen zu den Ladenöffnungszeiten der Länder bleiben unberührt.“ (Zitat Ende)

Zitat:

1.SprengV, Abschnitt V, § 23, Absatz 1&2

„(1) Das Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder und Altersheimen sowie Reet- und Fachwerkhäusern ist verboten.

(2) Pyrotechnische Gegenstände der Kategorie 2 dürfen in der Zeit vom 2. Januar bis 30. Dezember nur durch Inhaber einer Erlaubnis nach § 7 oder § 27, eines Befähigungsscheines nach § 20 des Gesetzes oder einer Ausnahmebewilligung nach § 24 Absatz 1 verwendet (abgebrannt) werden. Am 31. Dezember und 1. Januar dürfen sie auch von Personen abgebrannt werden, die das 18. Lebensjahr vollendet haben.“ (Zitat Ende)

Den gesamten Gesetzestext gibt es auf der Website des Bundesinnenministeriums als PDF zum Herunterladen.

Und zwar unter diesem Link: https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/downloads/DE/veroeffentlichungen/2014/sprengstoffVO.pdf?__blob=publicationFile&v=1




Fakten zur Auswirkung des Silvesterfeuerwerkes

… auf die Umwelt

Eine übliche Silvesternacht hat folgende Ökobillanz …

Die Feinstaubbelastung beträgt in einer üblichen Silvesternacht ca. 4000 Tonnen.

Das ist ca. 1% (0,7%) des gesamten Jahresausstoßes der BRD! In nur einer Nacht …

Die Effekte des Feuerwerks werden durch jede Menge Chemikalien erzeugt, die Unmengen an giftigem Feinstaub und anderen Schadstoffen freisetzen, die Mensch, Tier und Umwelt schaden.

Enthaltene Chemikalien: NOx, CO2, Kaliumnitrat, Schwefel, Kaliumperchlorat, Metallsalze: Kupfer, Barium, Magnesium, Aluminium, Titan, Strontium, Blei.

Beim Zünden der Feuerwerkskörper atmen Menschen Dämpfe ein, die nicht nur vorbelasteten Menschen, wie z.B. Asthmatikern, schaden können.

Darüber hinaus machen sich die meisten Leute keine Gedanken über die Unmengen an Müll, die ein Silvesterfeuerwerk produziert … Da wäre erst mal der Verpackungsmüll, … der Rest landet in den Straßen, in den Gärten, auf den Feldern, in den Wäldern, in den Bächen, Flüssen und Seen … kurz: in der Natur, wo er dann jahrelang rumliegt.

Unter folgendem Link vom „Bundesverband für Pyrotechnik und Kunstfeuerwerk“ gibt es noch mehr interessante Infos zum Thema :

https://www.bvpk.org/umweltbelastung-feuerwerk

… auf die Menschen

Viele Menschen erleiden in der Silvesternacht Verletzungen im Zusammenhang mit Feuerwerkskörpern, oftmals unter Alkoholeinfluss.

Folgende Verletzungen wurden am häufigsten verzeichnet:

  • Verbrennungen
  • abgetrennte Gliedmaßen
  • Gehörschäden
  • Augenschäden

Hier einige Zahlen der letzten Jahre:

Silvester 2019/20

Es werden 4000 Krankenhauseinlieferungen registriert, die in Verbindung stehen mit Feuerwerkskörpern

Silvester 2020/21

Aufgrund der „Pandemie“ werden „NUR“ 2500 Krankenhauseinlieferungen im Zusammenhang mit Feuerwerkskörpern registriert.

Silvester 2023/24

Es werden 838 Augenverletzungen registriert, davon 334 bei Jugendlichen unter 18 Jahren.

Das Deutsche Ärtzeblatt gibt an, dass sich jedes Jahr etwa 8000 Menschen an Silvester einen Hörschaden im Innenohr zuziehen. Laut Ärtzeblatt seien 33% davon irreversibel, d.h. es sind bleibende Gehörschäden entstanden.

Wo wir grad von Menschen sprechen …

Was machen eigentlich Obdachlose in der Silvesternacht???

Schonmal darüber nachgedacht? Nein?

Obdachlose sind natürlich in der Silvesternacht besonders exponiert. Das Risiko, Opfer von Gewalt, Diebstahl oder gezielten Angriffen (mit Feuerwerk) zu werden, ist höher als sonst. Dazu sind sie der Kälte schutzlos ausgesetzt, und die meisten Notunterkünfte sind überfüllt. Es gibt aber auch Angebote von Hilfsorganisationen (DRK, Malteser, …), wie z.B. Kältebusse, wo sie mit Essen, warmer Kleidung und Decken versorgt werden. Sie werden ggf. auch zur nächsten Notunterkunft befördert. Es werden auch Wärmezelte angeboten, wo sich die Menschen aufhalten und aufwärmen können. Es werden Schlafsäcke verteilt, …Es wird einiges getan, was das Leid der Menschen auf der Straße lindert, nicht nur an Silvester. Das ist gut so! Wer die Menschen auf der Straße unterstützen möchte, tut dies am besten mit einer Spende an gemeinnützige Vereine, die sich für diese Menschen engagieren.

Ich kann spendenbereiten Mitmenschen die „Düsseldorfer Wollengel e.V.“ ans Herz legen:

Dort engagiert sich eine Bekannte von mir, und die Arbeit, die der Verein leistet, ist bewundernswert. Dort könnt ihr euch absolut sicher sein, dass eure Spende garantiert bei den Bedürftigen ankommt. Es sind übrigens auch Sachspenden möglich. Informiert euch gern, indem ihr oben auf „Home“ klickt, … wenn ihr mögt. Wenn nicht, ist das auch vollkommen in Ordnung.

Jetzt bin ich ein wenig abgeschweift …

Wir waren bei den Auswirkungen des Silvesterfeuerwerkes … auf Menschen

Man findet nur wenig Material über die Auswirkungen, die das Silvesterfeuerwerk mit seinem Knallen und Krachen und Heulen, mit seinen Lichteffekten und Lichtblitzen auf traumatisierte Mitmenschen hat.

Besonders ehemalige Soldaten (Veteranen) sind oft traumatisiert, ebenso wie andere Einsatzkräfte in Krisengebieten, oder mit ähnlich extremen Erfahrungen. Sie gehen in jeder Silvesternacht noch einmal durch ihre ganz persönliche Hölle. Erinnerungen an Extremerfahrungen, die lebensbedrohlich waren, in denen sie Kameraden verloren haben, womöglich selbst verletzt wurden, werden wach. Und nicht wenige erleiden einen Flash-back, d.h. sie erleben noch einmal das Szenario ihres Ur-Traumas, und zwar ganz real, mit allen Körperreaktionen, Angstzuständen, Emotionen, etc. … , die sie damals auch durchlebt haben. Eine große Belastung für diese Menschen und ihre Angehörigen.

Zitat:

„Zudem kann Böllern und die damit verbundenen lauten Knallgeräusche auch für Menschen mit Kriegserfahrung retraumatisierend sein. „Für viele Betroffene sind Böller und Feuerwerk keine harmlose Tradition, sondern ein massiver Stressor“, erklärt Andreas Eggert, stellvertretender Bundesvorsitzender des Bund Deutscher EinsatzVeteranen . Die unvorhersehbaren, lauten Knallgeräusche können Eggert zufolge Flashbacks auslösen und traumatische Einsatzsituationen wiederbeleben. Die Folgen sind plötzliche Angstzustände, Panikreaktionen, Dissoziationen oder körperliche Stresssymptome. „Besonders belastend ist, dass diese Reaktionen nicht willentlich steuerbar sind. Silvester wird dadurch für viele Veteraninnen und Veteranen zu einer Zeit der Angst statt des Feierns“, so Eggert zu Euronews.“ (Zitat Ende)

Mehr zu diesem Thema finden Interessierte unter diesem Link:

https://de.euronews.com/2025/12/29/silvester-riesen-krach-ums-bollern

Zitat:

„Bund Deutscher EinsatzVeteranen: Hohe Dunkelziffer Traumatisierter

Rund 90 ehrenamtliche Fallmanager, die meist selbst Einsatzerfahrungen haben, kümmern sich in der Einzelfallhilfe um rund 500 akut betroffene Kameraden in ganz Deutschland. Michael Gebel vom BDV schätzt die Zahl der Traumatisierten weit höher, auf bis zu 40.000, „die sich gefangen halten in dieser Belastungsstörung und sich zum Teil nicht öffnen, wo die Familien das tragen“.“ (Zitat Ende)

Mehr zu diesem Thema:

https://www.mdr.de/religion/veteranen-bundeswehr-auslandseinsatz-psychische-erkrankungen-reportage-krieg-im-kopf-102.html

Es gibt auch noch andere Menschen, die traumatisiert sind … alle Flüchtlinge, die Kriege und ähnliche lebensbedrohliche Situationen erlebt haben. Auch für diese Menschen ist der Silvesterabend mit seinem lauten Böllern und Knallen, mit den Lichtblitzen, kein Grund zur Freude. Auch bei diesen Menschen kommen wieder Erinnerungen an Bombenangriffe und Selbstmordattentate und Todesangst hoch. Es ist im Grunde nicht anders, als das, was mit den Veteranen geschieht. Sie durchleben noch einmal 1:1 das Schreckliche, das sie erfahren haben.

Zitat:

„Die Familie, die vor einigen Jahren aus Afghanistan nach Deutschland geflüchtet ist, lebt heute in Köln. Doch in der Nacht zum neuen Jahr wird ihre neue Heimat zur Kulisse alter Albträume. „Die lauten Geräusche der Böller erinnern mich an die Selbstmordanschläge in Kabul“, sagt Sulaiman, der seit ein paar Jahren mit seinen Eltern und seiner Schwester in Deutschland lebt. Die Familie reist über die Feiertage zu Verwandten in eine kleine Stadt in den Niederlanden, wo es deutlich ruhiger ist. (…) „Es ist mittlerweile Jahre her, dass ich Afghanistan verlassen habe, aber manche Erinnerungen sind noch immer sehr frisch“, sagt Sulaiman. Besonders in der Silvesterzeit holen ihn diese Bilder ein. Ein Ereignis hat sich besonders tief in sein Gedächtnis eingebrannt: „Ich war arbeiten, als unser Büro angegriffen wurde. Der Angriff dauerte mehr als 20 Stunden. Wir waren in Bunkern, die Schießereien hörten nicht auf.“ Ein anderer Angriff ereignete sich direkt vor seinem Büro. „Einmal gab es einen großen Angriff an einem frühen Morgen, keine 20 Meter entfernt. Zum Glück war da eine Betonwand. Das hat uns gerettet. Ich war im Schock, konnte nichts hören und kaum etwas sehen.“ Noch heute sitzt diese Erinnerung tief.“ (Zitat Ende)

Wer den ganzen Artikel lesen möchte, findet ihn unter folgendem Link:

https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/wie-sich-gefluechtete-an-silvester-fuehlen-100.html

Damit lässt sich auch erklären, was in der Silvesternacht 2025/26 in Berlin geschah …

Das waren ganz offensichtlich stark traumatisierte Menschen, die einen Flash-back erlitten haben. Die Psychologie spricht vom „Ausagieren eines Traumas“. Das Krasse daran ist, dass das völlig unwillkürlich geschieht. Alles, was es braucht, um einen Flash-back auszulösen, ist ein Schlüsselreiz, oder auch Trigger genannt. Das kann alles sein, … Ein Wort, ein Geräusch, ein Geruch, eine bestimmte Situation, … und schon ist dieser Mensch zurück versetzt in die schreckliche Situation – in das Ur-Erlebnis, wo das Trauma einstanden ist.

Ich habe zu diesem Thema ein Video aufgenommen:

… auf die Tierwelt (Wildtiere, Nutztiere, Haustiere)

Stressreaktionen und Energiemangel

Lichtblitze und Knallgeräusche lösen bei den meisten Tieren akute Panik und Stressreaktionen aus. Das führt zu einer Flucht im Ausnahmezustand, wobei Wildtiere lebenswichtige Energiereserven verbrauchen, die sie fürs Überleben im Winter dringend benötigen. Familienverbände (Herden Schwärme, Rotten, Rudel, …) werden auseinandergesprengt, und einzelne Tiere verlieren die Orientierung und den Schutz der Gruppe.

Höhenflug und Erschöpfung

Vögel geraten durch die Lichtblitze und das Knallen in Panik und fliegen bis zu 500 Meter hoch, obwohl ihre natürliche Flughöhe unter 100 Metern liegt. Dies führt zu einer Orientierungslosigkeit, die mit Erschöpfung und Schlafmangel über mehrere Stunden einhergeht. Viele können deshalb nicht mehr zurückfinden, um irgendwo zu landen, und prallen infolge der Erschöpfung und des Schlafmangels gegen Hindernisse, wie Hauswände, Bäume oder Fensterscheiben, wobei sie sich schwer verletzen und/oder sterben.

Belegte Fälle von Massensterben bei Vögeln

Silvester 2024/25

In der bulgarischen Stadt Korpi Visititsa sterben über 1000 Bergfinken mit massiven Inneren Blutungen und Schädelverletzungen.

Silvester 2021/22

In einem Stadtviertel Roms (Italien), für das ein Feuerwerksverbot verhängt ist, welches jedoch nicht eingehalten wird, sterben zahlreiche Vögel einer dort ansässigen Starenkolonie von geschätzt mehr als 100 Tieren, und liegen am Morgen danach in großer Anzahl tot auf Straße und Gehweg. Die Tierärzte, die die Tiere untersuchen, diagnostizieren einhellig und ausnahmslos „Extremen Stress und Kollisionen“ als Todesursache.

Silvester 2010/11

In den USA fallen über 3000 Rotschulterstärlinge tot vom Himmel. Die hinzugezogenen Veterinäre stellen folgende Diagnose: Todesflug in Panik nach dem Feuerwerk.

Gehörschäden und Langzeitfolgen

Die empfindlichen Gehöre von Wildtieren, wie dem Fuchs, der Fledermaus, dem Biber, … können dauerhaft geschädigt werden. Viele Tiere, die Winterschlaf halten, wie z.B. Eichhörnchen und Igel, werden massiv gestört. Viele Haustiere geraten in Panik, und zeigen extremes Fluchtverhalten, zittern, fiepen, winseln, und entlaufen sogar. Viele von ihnen werden nicht wiedergefunden.

Vögel mit Jagderfahrung, wie beispielsweise Wildgänse und Wildenten, fliehen um den Knallgeräuschen zu entkommen, die sie als Gewehrschüsse von Jägern interpretieren. Wie alle anderen Vögel auch, fliegen sie viel höher und weiter, als sie es natürlicherweise tun würden, was enorme Energiereserven aufzehrt. Wildvögel merken sich ihre Schlafstätten. Einmal von einem „Jäger“ vertrieben, wird die Schlafstätte unbrauchbar für die Tiere, denn sie fühlen sich dort nicht mehr sicher. Sie meiden in der Folge ihre angestammten Schlafstätten, und suchen sich anderswo neue. Auch die anderen Vögel meiden ihre gewohnten Schlafplätze noch Tage nach Silvester, und finden erst langsam zu ihrem natürlichen Rhythmus zurück.

In einer mehrjährigen Studie wurde das Verhalten von 347 mit GPS Sendern ausgestatteten Wildgänsen an Silvester beobachtet. Die ausgewerteten Daten zeigen, dass die Wildgänse im Durchschnitt 5 bis 16 km weiter und 40 bis 150 m höher fliegen, als sie es üblicherweise tun. Interessant ist auch, dass es im Verhalten der Wildgänse offenbar keinen Unterschied macht, ob viel oder wenig Feuerwerk abgebrannt wird, da die Ergebnisse an Silvester 2020/21(reduziertes Feuerwerksaufkommen) genau gleich waren, wie in den anderen Jahren. Das Bild unten zeigt die Original Studie, auf englisch.

jagdkarte.at (Profilname) schreibt auf Facebook:

Zitat:

„Der Vorstand der Deutsche Wildtier Stiftung, Univ. Prof. Dr. Klaus Hackländer lässt keinen Zweifel daran, dass Feuerwerke und Böller bei den Wildtieren schwerwiegende Folgen haben. Die Winterruhe der Igel und Eichhörnchen wird massiv gestört, andere Wildtiere werden aufgeschreckt und versuchen, dem Lärm durch weitläufige Flucht zu entkommen. Bei Rehen werden dabei wertvolle Energiereserven aufgebraucht, die die Tiere unter anderem für die erste Milch ihrer Kitze im Mai aufsparen müssten. Für Tiere mit hochsensiblem Gehörsinn wie z.B. Füchse ist der Lärm ebenfalls eine sehr große Belastung. Jede Silvesternacht kostet unzählige Vögel das Leben, die in der Dunkelheit panisch gegen Wände oder Glasfenster fliegen. In den Alpen stürzen Gämsen von Felswänden ab, wenn in den Bergen ein Feuerwerk gezündet wird. „Eine Kohlmeise verliert schon in einer normalen Nacht etwa zehn Prozent ihres Körpergewichts“, erklärt Prof. Hackländer. Wenn die Vögel tagelang immer wieder durch Böller aufgeschreckt werden, haben sie weniger Zeit für die Futtersuche und können den Energieverlust vielleicht gar nicht mehr rechtzeitig auffüllen.“ “ (Zitat Ende)

Silvester ist NICHT NUR 1 Nacht!

Die Tatsache, dass nicht nur in der Silvesternacht „geschossen“ wird, sondern ganze 10 Tage* am Stück, erhöht zusätzlich den Stressfaktor für Mensch, Tier (Wildtiere, Nutztiere und sensible Haustiere) und Umwelt. (*Geschossen wurde bei uns im Ort vom 28.12.2025 bis 05.01.2026, wie ich dieses Mal selbst gezählt habe. Wobei die Knallerei am Neujahrsabend genauso laut und lang war, wie an Silvester.)

Und was jetzt ??? Böllerverbot???

Viele fordern ja ein bundesweites Böllerverbot für Silvester.

– Die „Deutsche Umwelthilfe e.V.“ hat in ihrer Petition fast eine Million Unterschriften gesammelt.

– Die Gewerkschaft der Polizei Berlin sammelte sogar mehr als 3 Millionen Unterschriften.

– Der WWF hat bis dato mehr als 100.000 Unterschriften gesammelt.

Alle Unterzeichnenden sprechen sich für ein bundesweites Böllerverbot aus.

Hm … Ich persönlich wünsche mir auch ein böllerfreies Silvester. Ich frage mich nur, ob ein Verbot der richtige Weg dahin ist.

Ich habe ein Video zu diesem Thema aufgenommen, das ich hier teilen möchte, sonst muss ich alles nochmal schreiben, was schon in dem Video gesagt wird.

Jetzt ist es an dir, zu entscheiden …

Nun, da du die Fakten kennst, die Auswirkungen dargelegt wurden, stellt sich die Frage, wie du reagieren wirst.

Wie möchtest du jetzt und in Zukunft mit dem hier Erfahrenen umgehen?

Hat das überhaupt irgendeine Bedeutung für dich?

Das entscheidest du ganz allein.

Und ich weiß, du wirst die Entscheidung treffen, die sich für dich am besten anfühlt.

So bedanke ich mich jetzt für deine Aufmerksamkeit, vielen lieben Dank, dass du bis hierher durchgehalten, oder besser „durchgelesen“ hast!

Ich wünsche dir ein ganz bezauberndes neues Jahr 2026!

Viel Segen für deinen Weg!

Danke für dich!

Ciao!

Mein Neuer – der Opel Corsa-e!

Ein Erfahrungsbericht für Neugierige und Interessierte

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Ursprünglich wollte ich – nur für mich selbst – über ein ganzes Jahr dokumentieren, wie sich meine beiden Autos (Mazda 3, Benziner/Opel Corsa-e, E-Auto) in puncto Unterhaltskosten unterscheiden.

Spontan kam der Impuls, das Ergebnis und meine Erfahrungen mit meinem ersten Elektro-Auto mit Euch zu teilen.

Das erwartet euch in diesem Beitrag …

Meine ganz persönlichen Erfahrungen, Informationen zu Anschaffungs- und Unterhaltskosten, mit Schwerpunkt auf letzterem, der Vergleich mit dem Mazda 3 im Bezug auf Unterhaltskosten und meine erste Erfahrung mit dem E-Auto auf einer Langstrecke.

Also los!

Die Anschaffungskosten

Ich schildere euch nun, wie es dazu kam, dass ich mir dieses Auto, den Opel Corsa-e, überhaupt leisten konnte. Ich hatte das Auto bereits im Dezember 2019 entdeckt und ich wusste sofort: Das ist MEIN Auto! In den darauf folgenden Wochen und Monaten hatte ich mich dann gründlich über Elektromobilität, die Technologie dahinter und das Auto selbst informiert, sodass ich im Mai 2020 dann eine Probefahrt machen konnte, die mich total begeisterte. Es ist eine ganz andere Sache, als mit einem Benziner zu fahren, obwohl mein Mazda 3 auch ein sehr gutes Auto ist. Ich entschloss mich dann nach ein paar Wochen zum Kauf des Corsa-e First Edition, zumal ich ja den Mazda CX 5 meines verstorbenen Vaters in Zahlung geben konnte. So war die Finanzierung dann auch kein Thema mehr.

Beim Opel-Händler ließ ich mir dann mal ein Angebot unterbreiten.

Das sah so aus:

Opel Corsa-e First Edition (es gibt den Corsa-e in den Varianten „Selection“ ab 29.900,- €, „Edition“ ab 31.900,- € und „First Edition“ ab 32.900,- €)

Kosten:

Listenpreis: 32.900,- € / Sonderausstattung: 1.970,01 / Listenpreis gesamt: 34.870,01 €

Überführungskosten: 790,- €

Kosten gesamt: 35.660,01 €

Rabatt: Hersteller-Rabatt: – 3.570,00 € / Händler-Nachlass: – 4.515,01 €

Rabatt gesamt: – 8.085,01 €

Gesamtkosten: 27.575,- €

Inzahlungnahme des Mazda CX 5: -16.500,- €

An den Händler zu bezahlende Summe: 11.075,- €

Abzüglich Umweltprämie: – 6.000,- €

ergibt: 5.075,- €

Abzüglich (3% MWSt ab Juni 2020): – 695.- €

macht unterm Strich: 4.380,- €

Das war also das Angebot des Opel-Händlers im Mai 2020.

Der Verkäufer hatte nicht zuviel versprochen, denn am Ende hab ich dann sogar nur 4.314,83 € bezahlt!!!

Zusammenfassend möchte ich anmerken, dass ich mir das Auto ohne die Inzahlungnahme nicht hätte leisten können. Hier ein Auszug aus der Original-Rechnung (Preis OHNE Inzahlungnahme und Umweltprämie, dafür mit nur 16% MwSt):

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Ich hatte mich im Vorfeld auch über Leasing als Option informiert. Der Verkäufer hat mir auch diese Möglichkeit vorgerechnet, jedoch hätte ich dabei wesentlich mehr bezahlen müssen, auf 3 Jahre gerechnet.

Wir können auf jeden Fall festhalten, dass die Anschaffung eines E-Autos zwar auf den ersten Blick sehr teuer zu sein scheint, … Habt Ihr jedoch ein Auto, das Ihr möglicherweise in Zahlung geben könnt, und rechnet Ihr dann noch die Umweltprämie mit ein, ist es vom Preis her durchaus vergleichbar mit einem Verbrenner.

Die Unterhaltskosten(basierend auf meinen in 2021 notierten Daten)

Im Jahr 2021 fielen folgende Ausgaben für den Corsa-e an:

Kfz – Versicherung: 212,13 €

Kfz – Steuer: E-Autos sind 10 jahrelang steuerfrei, ich zahle zum ersten Mal in 2030

Kundendienst: 50,- €

2 x Reifenwechsel: 70,- €

Öffentliches Laden: 68,14 € (vorwiegend auf Langstrecke*; das Laden zuhause** ist nicht berücksichtigt, weil der Anteil am Hausstrom zu gering und zu schwer zu ermitteln ist)

Insgesamt gefahrene Kilometer: 2.814 km, davon *Langstrecke: 1.160 km

Unterhaltskosten 2021 insgesamt: 450,27 € (ohne unplanmäßige Ausgaben,wie z.B. Reparaturen, Waschen, usw.)

**Laden zuhause … Da ich nicht so viel fahre (wie Menschen, die nicht – wie ich – zuhause arbeiten), habe ich in meinen Notizen den Hausstromverbrauch nicht berücksichtigt, da das bei der Abrechnung kaum zu buche schlägt.

Ich möchte jedoch durch ein kleines Rechenbeispiel veranschaulichen, wie sich eine regelmäßige Aufladung an einer Wallbox o.ä. auf die Unterhaltskosten auswirken kann.

Unser Strompreis pro kW/h liegt etwas unter 0,30 €, deswegen gehen wir mal von diesem Preis aus. Mein Akku hat eine Kapazität von 50 kW/h. Da der Akku idealerweise zwischen 20% und 80% Ladung gehalten werden soll, um ihn schonend zu behandeln, und dadurch einer frühzeitigen Zellalterung vorzubeugen, gehen wir von 60% Ladestrom pro Ladevorgang aus, also 30 kW/h. Gehen wir von 1 Ladung pro Woche aus, ergibt das folgenden Betrag pro Jahr:

30 kW/h x 0,30 € x 52 Wochen = 468,- €

Ja, das sieht auf den ersten Blick nach viel aus, …zumal ja noch die anderen Ausgaben dazu kommen …

Rechnen wir also erstmal die (angenommenen!!!) Gesamtkosten zusammen:

Kosten ohne die 60% Heimaufladung: 450,27 €

Kosten für 60% Heimaufladung: 468,00 €

Kosten mit 60% Heimaufladung: 918,27 €

Sieht ja noch nach viel mehr aus!!! Richtig.

Wir sind allerdings auch noch nicht am Ende unserer Rechnung …

Die THG-Prämie

Eine wichtige Sache, die ich Euch nicht vorenthalten möchte, ist die THG-Prämie. Jeder Halter eines E-Autos kann diese beantragen, und sie wird jährlich ausgezahlt.

Wichtig zu wissen: THG-Prämien sind steuerpflichtig! Es gibt jedoch einen Freibetrag in Höhe von 256,- €. In meinem Fall beträgt die Prämie 380,- €, d.h. ich werde sie bei der EKS selbstverständlich angeben und versteuern. Es gibt diese Prämie auch schon in Höhe von 250.- €, also unter dem Freibetrag, das ist frei wählbar. Ich könnte auch jederzeit wieder wechseln.

Weitere Informationen zur THG-Prämie findet ihr zuhauf im Internet.

Kommen wir zurück zu unserer Rechnung …

Wie wir bereits berechnet haben:

Unterhaltskosten mit 60% Heimaufladung: 918,27 €

Davon ziehen wir jetzt mal unsere 380,- € THG-Prämie ab

… und landen bei …

Unterhaltskosten*** in Höhe von: 538,27 €

(***pro Jahr, mit angenommener Heimaufladung in Höhe von 468,- €)

Unterhaltskosten im direkten Vergleich

Jetzt kommt der direkte Vergleich, denn ein ganzes Jahr über habe ich alle Ausgaben aufgeschrieben, die jeweils für den Mazda 3 und den Opel Corsa-e anfielen.

Was meint ihr? Wer ist günstiger im Unterhalt? Hier ist die Antwort!

Ich denke, die Zahlen sprechen für sich selbst.

Meine erste Langstreckenfahrt mit dem Opel Corsa-e

Meine erste längere Fahrt führte mich von Schwäbisch Gmünd nach Konstanz und wieder zurück.

Einige Informationen vorab:

Strecke: Schwäbisch Gmünd – Konstanz – Schwäbisch Gmünd; Streckenlänge: 245,5 km einfach / 491 km gesamt; Streckenprofil: Landstraße, Autobahn, Stadt; äußere Bedingungen: Außentemperaturen während der gesamten Fahrt (hin und zurück) im Bereich von 4°C bis 12°C; Hinfahrt: trockene bis feuchte Fahrbahn, wolkig mit sonnigen Abschnitten, stark windig / Rückfahrt: für kurze Zeit (ca. 50 km) trocken und windig, dann durchgängig starker Regen, nasse Fahrbahn und sehr starker Wind bis Sturm; Akkustand bei Abfahrt: 97% mit angezeigter Reichweite von 324 km; Abfahrtszeit zuhause: 8.00 Uhr; Ankunftszeit in Konstanz: 12:05 Uhr; Abfahrtszeit in Konstanz: 16:03 Uhr; Ankunftszeit zuhause: 20:06 Uhr.

Gewählter Fahrmodus und Rekuperationsstufe:

(Der Corsa-e hat 3 wählbare Fahrmodi: ECO (82 PS), NORMAL (109 PS) und SPORT (136 PS).

Je nach Fahrmodus fällt der Verbrauch höher oder niedriger aus. Am sparsamsten fährt der Corsa-e natürlich bei geringster Leistung im ECO-Modus, wobei auch die Heizung nicht die volle Kraft bringt. Im NORMAL-Modus bringt er volle Heizkraft, verbraucht natürlich mehr, aber noch nicht übermäßig viel. Richtig viel verbraucht er im SPORT-Modus.

Mit Rekuperation bezeichnet man die Energierückgewinnung beim Elektro-Auto, wobei beim Verlangsamen, und auch bei Betätigung der mechanischen Bremse, elektrische Energie in den Akku zurück fließt. Der Corsa-e hat 2 Rekuperationsstufen: D (Drive) und B (Brake). Je nach gewählter Stufe ist die Rekuperation, und damit auch die Fahrverzögerung schwach oder stark. In D-Stellung ist es vom Gefühl her eher ein Gleiten, da der Wagen nicht so stark abbremst. In B-Stellung hat der Wagen die doppelte Rekuperation wie in D-Stellung. Entsprechend kommt die Verzögerung in B vom Gefühl her einem Bremsvorgang im Verbrenner gleich. Soviel nur vorab.)

Ich fuhr mit folgenden Einstellungen:

Schwäbisch Gmünd bis Schönbuch West: ECO/B; Schönbuch West bis Hegau West: SPORT/B; Hegau West bis Konstanz: ECO/B; Konstanz bis Neckarburg Ost: ECO/B; Neckarburg Ost bis Schwäbisch Gmünd: ECO/B.

Fahrtdauer und Ladezeit:

Die Hin-und Rückfahrt dauerten insgesamt: 08:08:00 davon Ladezeit: 01:23:39

Ladekosten unterwegs: 26,85 €

Die Fahrt!

Ich hatte geplant, auf der Strecke zweimal zu laden und am Ziel dann vollzuladen.

Einmal auf der Hinfahrt nach ca. 150 km bei der Raststätte Neckarburg West auf 80% laden.

Dann während meines Aufenthaltes in Konstanz an der städtischen Ladesäule ganz vollladen.

Noch einmal auf der Rückfahrt nach ca. 100 km bei der Raststätte Neckarburg Ost auf 80% laden.

Es kam dann doch anders, weil ich nach etwa 100 km einen starken Harndrang verspürte.

Ich bin dann bei der Raststätte Schönbuch West schon raus, hab mein Auto dort an den Schnelllader gehängt (obwohl es noch nicht nötig gewesen wäre), ging zum WC und kaufte mir anschließend noch ein Heißgetränk. Es macht Sinn, bei solchen Gelegenheiten das E-Auto IMMER aufzuladen. So kann die Zeit der Pause pfiffig genutzt werden und der Wagen steht nicht einfach nur so in der Gegend rum.

Hier seht ihr Informationen zu meiner Pause bzw. zum Lagevorgang (EnBW App):

Der geplante Ladestopp bei Neckarburg West war dadurch hinfällig, weil der frisch geladene Akku wieder eine komfortable Reichweite gewährleistete. So beschloss ich, bis zur Rastätte Hegau West durch zu fahren und dort während des Ladevorganges meine Mittagspause zu machen, für die ich im Vorfeld 30 Minuten eingeplant hatte. Da der Akku ordentlich geladen war, beschloss ich, diesen Streckenabschnitt im SPORT-Modus zu fahren, was ich auch tat.

Ich kam kurz vor 11 Uhr an der Ladesäule Hegau West an, mit einer Restreichweite von 88 km! Dieser doch relativ hohe Verbrauch ist dem SPORT-Modus geschuldet, denn die seit dem ersten Ladevorgang zurückgelegte Strecke betrug nur etwa 110 km!

Hier die Informationen zum längsten Ladevorgang meiner Reise (Mittagspause; EnBW App):

Ich setzte meine Fahrt nach Konstanz mit einem Akkustand von 81% und angezeigter Reichweite von 286 km fort. In Konstanz kam ich mit einer Restreichweite von 242 km an.

Dann nahm ich meinen Termin dort wahr, ohne das Auto wieder aufzuladen, … einfach weil es nicht nötig war.

Ich fuhr in Konstanz mit 242 km los. Mein nächster Ladestopp war für Neckarburg Ost geplant; eine Strecke von knapp 100 km. Das sollte mit dieser Reichweite zu schaffen sein. Dachte ich …

Anfangs waren die äußeren Bedingungen noch recht gut, … teils sonnig, teils bedeckt, trockene Fahrbahn, windig, 12°C.

Doch nach etwa einer halben Stunde (und ungefähr 50 km) Fahrt, änderte sich das Wetter schlagartig. Es begann zu regnen und zu stürmen, schlechte Sicht, nasse Fahrbahn, die Außentemperatur sank binnen kürzester Zeit auf 4°C ab, die Dämmerung setzte wenig später ein … So schmolz meine Reichweite dahin und ich kam mit nur noch 86 km Restreichweite bei der Ladestation Neckarburg Ost an.

Diesmal gibt es 2 Bilder zum Ladestopp, da ich beim Laden versehentlich mit der Ladekarte zu nah an der Ladesäule gestanden hatte, sodass über das RFID Signal der Ladekarte der Ladevorgang beendet wurde, und ich den Vorgang nochmal startete (EnBW App):

Ich setzte meine Fahrt nach etwas mehr als 30 Minuten fort. Der Akku war wieder auf 80% mit angezeigter Reichweite von 248 km. Dies sollte doch bis nach Hause reichen, also für ca. 150 km.

Die äußeren Bedingungen waren ähnlich wie zuvor; windig, kalt, nass. Erst auf den letzten 25 km hörte zumindest der Regen auf. So kam ich zuhause mit einer Restreichweite von 58 km an.

Ich kann nicht leugnen, dass ich etwas nervös wurde, als die Reichweite unter 80 km anzeigte.

Ich hatte mich jedoch gut vorbereitet, die Strecke gründlich geplant, sodass ich auch über alternative Lademöglichkeiten entlang der Strecke informiert war. Ich hatte mich außerdem intensiv mit dieser neuen Technologie, besonders bezüglich des Corsa-e, befasst. In Review Videos auf Youtube wurde der Corsa-e bei Testfahrten bis auf 6% Akkustand leer gefahren. So wusste ich natürlich, dass es auf jeden Fall bis nach Hause reichen würde. Das empfand ich als sehr beruhigend und entspannend.

Gut informiert sein ist ALLES!!!

Beim Verkaufsgespräch wusste ich mehr über den Corsa-e als der Verkäufer.

Durch das mir selbst zuvor angeeignete Wissen, konnte ich auch gezieltere Fragen stellen und wusste auch, was ein E-Auto alles an Ausstattung haben sollte, um effizient zu sein.

Ich empfehle jedem/jeder, der/die sich für die Anschaffung eines Elektro-Autos interessiert, sich vorab gründlich zu informieren.

Für alle, die noch mehr darüber erfahren möchten, egal ob aus Neugier oder Interesse …

… kann ich folgende Videos empfehen:

Was ein gutes E-Auto alles haben sollte

E-Autos richtig laden

E-Autos im Winter

Tipps für die Langstreckenfahrt mit dem E-Auto

Opel Corsa-e Review

Opel Corsa-e Ladeleistung

Opel Corsa-e auf Langstrecke

Folgende Youtube Kanäle zum Thema Elektromobilität, kann ich sehr empfehlen:

Carmaniac

Ausfahrt.tv

Nun komme ich zum Schluss und danke Euch für Euer Interesse an diesem Beitrag! Vielleicht konntet Ihr dadurch Dinge erfahren, die Ihr noch nicht wusstet. Vielleicht war es interessant für Euch. Vielleicht war es uninteressant für Euch. Dass Ihr jedoch diese letzten Sätze jetzt lest, bedeutet ja, dass Ihr bis hierher dabei geblieben seid!

Dafür danke ich Euch von Herzen!

Alles Liebe für Euch alle!!!

Elvira

26 Essbare Wildkräuter

Heute stelle ich Euch einige Wildkräuter vor, die zu meinen absoluten „Favourites“ gehören und alle essbar sind. Und nicht nur das! Sie schmecken nicht nur sehr lecker, sie sind auch gesünder als alles, was Ihr im Supermarkt oder auf dem Wochenmarkt an Obst und Gemüse bekommen könnt – oder was Ihr im Garten anbauen könnt. Ich möchte wetten, dass Ihr etliche davon schon gesehen habt, oder sie sogar kennt. Und das Allerbeste! Sie wachsen nahezu überall und werden uns von der Natur und Mama Erde einfach so – GRATIS und KOSTENLOS – in Hülle und Fülle zur Verfügung gestellt! Wir brauchen sie nicht anbauen, züchten oder gießen, sie wachsen von selbst (wenn wir sie lassen und nicht als „Unkraut“ ausrupfen!!!), und sie sind einfach frei zugänglich für uns. Wir brauchen uns nur zu bedienen und sie einsammeln.

Die Vogelmiere:

Wächst direkt am Boden, hat ovale bis herzförmige Blätter, die paarweise gegenständig angeordnet sind, hat kleine weiße Blüten. Wenn sie zu wenig Licht hat, wächst sie auch gerne nach oben.

Die Vogelmiere hat im Stängel einen Faden, den man sehen kann, wenn man den Stängel bricht.

Essbar sind Blätter, Blüten, Samen und Stängel.

Inhaltsstoffe sind vor allem Kalium, Eisen und Vitamin C; sie enthält aber auch B-Vitamine, Calcium, Magnesium, Eiweiß und Saponine.

Die Heilwirkung ist u.a., dass die Blutbildung und der Stoffwechsel angeregt werden, sie bewirkt auch eine bessere Verdauung und ist durch ihre Saponine eine reinigende Pflanze, was sich positiv auf Blut, Nieren und Blase auswirkt.

Das Scharbockskraut:

Wächst direkt am Boden, hat glatte glänzende und nierenförmige Blätter, wobei jedes Blatt einen eigenen Stängel hat; die gelbe Blüte wächst nach oben und hat schmale und längliche Blütenblätter mit runden Enden; an der Wurzel bilden sich kugelförmige Knöllchen aus.

Essbar sind Blätter, Blüten und die stärkehaltige Wurzelknolle.

Inhaltsstoffe sind vor allem Vitamin C, Gerbstoffe und Saponine.

Die Heilwirkung ist blutreinigend und fördert eine schöne gesunde Haut.

Der Bärlauch:

Hat glatte, länglich-ovale und spitz-zulaufende Blätter, die Blüten sind weiß und verströmen einen starken Knoblauchgeruch, wenn sie voll erblüht sind.

Essbar sind Blätter und Blüten, wobei die Blätter an Aroma verlieren, sobald der Bärlauch blüht.

Verwechslungsmöglichkeit besteht mit dem Maiglöckchen, das ähnliche Blätter hat. Hier hilft die Schnüffelprobe: zerreibt man ein Blatt zwischen den Fingern und es riecht nach Knoblauch, ist es definitiv der Bärlauch!

Inhaltsstoffe sind vor allem Kalium und Vitamin C, ist aber auch reich an Calcium, Magnesium, Eisen und Eiweiß.

Die Heilwirkung ist Appetit-anregend, fördert die Gallenproduktion und die Verdauung, erweitert die Gefäße und senkt den Cholesterinspiegel.

Das Spitzahorn:

Das junge typisch gezackte Ahornblatt hat eine hellgrüne Farbe, je älter das Blatt, desto dunkler wird das Grün.

Essbar sind junge Blätter und Blüten.

Inhaltsstoffe sind Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen und Mangan.

Die Heilwirkung ist entzündungshemmend, fieber- und blutdrucksenkend.

Die Linde (Sommer- und Winterlinde):

Die Blätter sind herzförmig und an den Rändern gezackt.

Essbar sind junge Blätter und Blüten.

Inhaltsstoffe sind u.a. Ätherische Öle, Farnesol, Flavonoide, Gerbsäure und Saponine.

Die Heilwirkung der Linde wird bei Erkältungskrankheiten genutzt, sie wirkt harntreibend. Die Blätter wirken Appetit-anregend und beruhigend.

Der Giersch:

Jeweils 3 Blätter sind am Stängel angeordnet, das mittlere Blatt ist dreiteilig. Die Blätter werden bis zu 30 cm hoch.

Essbar sind Blätter und Blüten, die ganz jungen Blätter schmecken sehr mild, je älter sie sind, desto aromatischer schmecken sie, wenn sie allerdings zu groß sind, werden sie etwas zäh und auch bitter im Geschmack.

Inhaltsstoffe sind vor allem Kalium, Vitamin C, Calcium und Eiweiß, aber auch reichlich Magnesium und Eisen.

Die Heilwirkung zeigt sich bei der Behandlung von Rheuma, Arthritis, Hexenschuss und Gicht.

Die Brennnessel:

Es gibt die kleine und die große Brennnessel, die sich lediglich durch ihre Größe unterscheiden. Die Blätter sind an den Rändern gezackt, Blätter und Stängel sind behaart, die Blüte ist weiß und entwickelt sich später zu den Samenständen.

Essbar sind Blätter, Blüten und Samen.

Inhaltsstoffe sind Calcium, Magnesium, Vitamin C, Eiweiß, Kalium und Eisen.

Die Heilwirkung ist leicht harntreibend, schmerzstillend, entzündungshemmend und verdauungs- bzw. stoffwechselanregend.

Das Gänseblümchen:

Jeder kennt es, es wäschst nahezu überall. Die weiß-gelben Blüten sind leicht zu erkennen. Bei jungen Blüten sind die Ränder der Blütenblätter rosa. Die Blätter wachsen dicht am Boden.

Essbar sind Blüten und Blätter.

Inhaltsstoffe sind Kalium, Calcium, Vitamin C, Magnesium, Eisen und Eiweiß.

Die Heilwirkung ist blutreinigend, Stoffwechsel- und appetitanregend, verschafft Linderung bei Magen-, Gallen- und Leberbeschweren, sowie bei Hauterkrankungen.

Der Löwenzahn:

Wer kennt ihn nicht, den Löwenzahn? Die typischen Blätter und die gelbe Blüte sind unverwechselbar, ebenso wie die Pusteblume.

Essbar sind Blätter, Blüten, Stängel, Samen und Wurzel.

Inhaltsstoffe sind Kalium, Vitamin C, Calcium, Magnesium, Eisen und Eiweiß.

Die Heilwirkung ist lindernd bei Verdauungs- und Stoffwechselstörungen und wirkt auch appetitanregend, die Blätter haben eine wassertreibende und abführende Wirkung.

Der Stinkende Storchenschnabel:

Die markanten Blätter sind 3- bis 5-teilig und haben einen rötlichen Stängel. Die Blüte ist rosa bis violett und hat 5 Blütenblätter.

Essbar sind Blüten und Blätter, letztere sollten jedoch nur sparsam verzehrt werden, da sie sehr viele Bitterstoffe enthalten.

Inhaltsstoffe sind ähterisches Öl, Geranium, Gerbstoffe, Flavonoide und organische Säuren.

Die Heilwirkung ist entgiftend und blutreinigend und hilft beim Ausleiten von Schlacken und Giftstoffen.

Der Wiesenstorchenschnabel:

Die Blätter sind 5- bis 7-teilig und gegenstielig angeordnet, die Einschnitte zwischen den Blattteilen reichen fast bis an den Stängel. Die violetten Blüten sind immer paarweise angeordnet. Der Stengel ist behaart.

Essbar sind Blüten und Blätter.

Inhaltsstoffe sind ätherische Öle, Flavonoide, Gerbstoffe und Bitterstoffe.

Die Heilwirkung wird genutzt bei der Behandlung von Durchfall, Magen-Darm-Entzündungen und Leber- und Gallenerkrankungen. Darüber hinaus wirkt der Wiesenstorchenschnabel auch stimmungsaufhellend.

Das Klettenlabkraut:

Die langen Blätter sind strahlenförmig jeweils auf einer Ebene rund um den Stängel angeordnet. Wie der Name schon sagt, sind sie klebrig.

Essbar sind die Blätter, Triebe und Samen.

Inhaltsstoffe sind ätherische Öle, organische Säuren, Fette, Vitamin C und Kieselsäure.

Die Heilwirkung ist stimulierend für das Immunsystem, regt das Lymphgefäßsystem an und hat eine reinigende Wirkung auf den gesamten Organismus. Es wird auch zur Behandlung von Harnwegserkrankungen eingesetzt.

Das Wiesenlabkraut:

Die länglichen Blätter sind ähnlich um den Stängel angeordnet wie beim Klettenlabkraut. Sie kleben jedoch nicht, wachsen dichter zusammen und sind zarter.

Essbar sind Blätter, Blüten und Samen.

Inhaltsstoffe sind ätherische Öle, Gerbstoffe und Kieselsäure.

Die Heilwirkung ist harntreibend, stimmungserhellend, beruhigend, nervenstärkend, cholesterinsenkend und lindernd bei Magen-Darm-Beschwerden.

Die Gefleckte Taubnessel:

Die Blätter laufen spitz zu, sind stark gezahnt und gegenständig angeordnet. Wenn die Blätter noch jung sind, haben sie eine rötliche Färbung. Die Blüte ist violett.

Essbar sind Blüten und Blätter.

Inhaltsstoffe sind Kalium, Phosphor, Calcium, Kupfer, Magnesium und Zink.

Die Heilwirkung ist belebend, entzündungshemmend, Schleimhaut-schützend, blutstillend und verdauungsfördernd.

Die Goldnessel (gelbe Taubnessel):

Die Blätter sind gegenständig angeordnet, am Boden herzförmig abgerundet, weiter oben zur gelben Blüte hin sind sie eher oval und spitz zulaufend, am Rand sind alle Blätter gezähnt. Der Stängel ist 4-kantig und leicht behaart.

Essbar sind Blüten, Blätter, Wurzel und Samen.

Inhaltsstoffe sind Kalium, Phosphor, Calcium, Kupfer, Magnesium und Zink.

Die Heilwirkung ist belebend, entzündungshemmend, Schleimhaut-schützend, blutstillend und verdauungsfördernd.

Die Weiße Taubnessel:

Die Blätter laufen spitz zu, sind stark gezahnt und gegenständig angeordnet. Die Blüte ist weiß.

Essbar sind Blüten und Blätter.

Inhaltsstoffe sind Kalium, Phosphor, Calcium, Kupfer, Magnesium und Zink.

Die Heilwirkung ist belebend, entzündungshemmend, Schleimhaut-schützend, blutstillend und verdauungsfördernd.

Das Bittere Schaumkraut (falsche Brunnenkresse):

Die spatelförmigen Blätter sind gegenständig am Stängel angeordnet und enden in einem einzelnen Blatt an der Spitze. Die Blüte ist weiß und ihre 4 runden Blütenblätter sind kreuzweise angeordnet.

Essbar sind Blüten und Blätter, der Geschmack erinnert an Kresse.

Der dominierende Inhaltsstoff ist Vitamin C.

Die Heilwirkung ist bzw. war vor allem dem hohen Vitamin C – Gehalt geschuldet, so wurde es früher gegen Skorbut eingesetzt. Und auch heute können wir es als hochwertige Vitamin C – Quelle nutzen.

Die Zaunwicke:

Die ovalen Blätter sind gegenständig am Stängel angeordnet, am Ende des Stängels ist ein Faden, mit dem sich die Zaunwicke um andere Pflanzen oder um Zäune rankt, daher auch ihr Name. Die Zaunwicke hat eine violette Blüte.

Essbar sind Blätter und Blüten.

Der herausragende Inhaltsstoff der Zaunwicke ist ihr sehr hoher Eiweißgehalt.

Die Heilwirkung ist stoffwechselanregend und harntreibend.

Der Spitzwegerich:

Die länglichen Blätter sind spitz zulaufend und der Länge nach gerippt. Er erreicht eine Höhe von 10 bis 20 cm.

Essbar sind Blätter, Blüten, Samen und Wurzel.

Inhaltsstoffe sind Vitamin B, Vitamin C, Zink, Kalium, Kieselsäure, Saponin und Gerbstoffe.

Die Heilwirkung ist entzündungshemmend, antibakteriell und wirkt stimulierend auf das Immunsystem, sowie lindernd bei Hustenreiz.

Der Breitwegerich:

Die Blätter sind eiförmig und wachsen am besten dort, wo der Boden stark verdichtet ist, meist wo täglich viele Menschen oder Tiere gehen. Der Blütenstand wächst wie eine Kerze in einem Kerzenständer nach oben aus den Blättern heraus.

Essbar sind Blätter, Knospen, Blüten und Samen.

Inhaltsstoffe sind Zink, Kalium, Vitamin C, verschiedene B-Vitanine und Kieselsäure.

Die Heilwirkung ist kühlend, entzündungshemmend, wundheilend, antiseptisch, schleimlösend, schmerzlindernd, blutreinigend und hilft auch bei Husten, Halsschmerzen und Verdauungsbeschwerden.

Das Hirtentäschel:

Eine eher unscheinbare Pflanze, ihre am Boden wachsenden Blätter erinnern an Rucola, weiter oben umschließen sie quasi den Stängel, die Samenkapseln sind eckig bis herzförmig, sie sind zuerst grün und voll ausgereift dann braun; sie sind am Stängel unterhalb der weißen Blüten angeordnet.

Essbar sind Blätter, Blüten Samen und Wurzel.

Inhaltsstoffe sind Kalium, Calcium, ätherische Öle und Vitamin C.

Die Heilwirkung ist blutdruckregulierend, verdauungsfördernd und verschafft Linderung bei Rheuma, Gicht, Nasenbluten und Ekzemen.

Die Schafgarbe:

Die Blätter sind länglich und zart gefiedert, der Blütenstand ist schirmförmig, die Blüten sind weiß.

Essbar sind Blätter und Blüten.

Verwechslungsmöglichkeit besteht mit dem Gefleckter Schierling und dem Riesenbärenklau, die einen sehr ähnlichen Blütenstand haben, jedoch hochgiftig sind. Sicher unterscheiden kann man aber sehr gut mittels der sehr unterschiedlichen Blätter.

Inhaltsstoffe sind vor allem Kupfer, Kalium und Vitamine.

Die Heilwirkung ist entzündungshemmend, antibakteriell, krampflösend und blutstillend.

Die Knoblauchsrauke:

Die Blätter sind oben herzförmig und unten nierenförmig, der Rand ist gezackt bzw. gewellt; die Blüte ist weiß mit 4 Blütenblättern, die sich kreuzweise gegenüber stehen.

Essbar sind Blätter, Blüten, Samen und Wurzel.

Erkennen kann man die Knoblauchrauke, indem man ein Blatt zwischen den Fingern zerreibt; wenn es zart nach Knoblauch duftet, ist es definitiv die Knoblauchsrauke.

Inhaltsstoffe sind Vitamin A und C, sowie verschiedene Mineralstoffe.

Heilwirkung ist blutreinigend, harntreibend und schleimlösend.

Der Gundermann:

Die Blätter sind nierenförmig und an den Rändern gezahnt, die Blüten sind violett.

Essbar sind Blätter und Blüten.

Inhaltsstoffe sind vor allem Vitamin C und Kalium.

Die Heilwirkung ist entzündungshemmend, antibakteriell, krampflösend und schleimlösend.

Der Kriechende Günsel:

Die Blätter sind klein und behaart und gegenständig angeordnet, die Blüten sind kranzförmig angeordnet und sind blau bis blau-weiß. Der Stängel ist vierkantig.

Essbar sind Blätter und Blüten.

Inhaltsstoffe sind ätherische Öle, Ajugoside, Harpagid, Delphinidin, Aucubin und Gerbsäure.

Die Heilwirkung ist entzündungshemmend, schmerzstillend, beruhigend und harntreibend.

Das Kriechende Fingerkraut (Fünf-Finger-Kraut):

Die Blätter wachsen niedrig, sind meist fünffach gefingert, haben manchmal aber auch 6 oder 7 Finger, an den Rändern gezackt. Die Blüten sind gelb.

Essbar sind Blätter und Blüten.

Inhaltsstoffe sind Gerbstoffe, Kalium, Calcium, Eisen, Schwefel und Tannine.

Die Heilwirkung ist antibakteriell, entzündungshemmend, antiviral und immunisierend.

Das waren sie, die 26 Wildkräuter.

Das Ganze gibt es auch in Videoform auf meinem Youtube-Kanal.

Darüber hinaus biete ich ab sofort Wildkräuter Wanderungen an. Mehr dazu hier.

Willkommen Wechseljahre!

Es gibt im Leben einer Frau mehrere Phasen der Hormonumstellung.

Die erste große Phase ist die Pubertät, wo das Mädchen zur Frau heranreift. In diese Zeit fällt die erste Menstruationsblutung und damit die beginnende Geschlechtsreife. Ab diesem Moment ist die junge Frau in der Lage, Kinder zu bekommen.

Die Jahre danach sind die Jahre, in denen die meisten Frauen ihre Schwangerschaft(en) erleben, was jeweils wiederum mit einer massiven Hormonumstellung einhergeht.

Darüber hinaus erlebt jede Frau alle 28 Tage eine Hormonumstellung in Form der Menstruation.

Worüber ich heute schreiben möchte, ist die zweite große Phase der Hormonumstellung, nämlich die Wechseljahre.

Viele Frauen haben damit Probleme, da sich in dieser Zeit sowohl körperlich als auch psychisch einiges verändert.

Wann die Wechseljahre beginnen, ist individuell verschieden, sie können jedoch bereits ab dem 35. Lebensjahr anfangen und dauern ca. 7 Jahre; sie enden mit dem vollständigen Ausbleiben der Menstruation (über ein ganzes Jahr) und markieren damit das Ende der weiblichen Fruchtbarkeit.

Die häufigsten Symptome sind zunehmend unregelmäßige Menstruationszyklen, Herzklopfen, Schlafstörungen, Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Erschöpfungszustände (Müdigkeit, Schlappheit), geringere Belastbarkeit (physisch und psychisch), Gewichtszunahme bei gleichbleibender Ernährung und Bewegung, Muskel- und Gelenkschmerzen, depressive Verstimmungen bzw. Stimmungsschwankungen und Nachlassen der sexuellen Lust einhergehend mit Trockenheit der Schleimhäute im Intimbereich.

Viele Frauen leiden massiv unter einem oder mehreren dieser Symptome.

Wir dürfen uns aber bewusst machen, dass wir auch hier nicht einfach dem ausgeliefert sind und keinesfalls Opfer sind!

Ob wir darunter leiden oder nicht, hängt davon ab, wie wir über diese Lebensphase denken und fühlen.

Wenn Frau denkt, dass die Wechseljahre etwas ganz furchtbares sind, wird sie diese genau so erleben.

Geht sie jedoch mit Neugier, Interesse und etwas Abstand an dieses Thema heran, so kommt sie automatisch in die Position einer Beobachterin.

Die Wechseljahre sind ein ganz natürlicher Prozess, der – wie alles im Leben – angenommen und umarmt werden will.

Es gibt einiges, was wir selbst dafür tun können, um bewusst, geschmeidig und entspannt durch diese Phase zu gehen.

Als erstes einmal halte ich eine offene und neugierige Haltung dem gegenüber für absolut notwendig.

Diese könnte beispielsweise so aussehen:

„Hey! Da passiert was Neues und Spannendes in meinem Körper. Ich bin ganz neugierig, was ich dabei alles erleben und erfahren werde. Ich freue mich, das alles zu durchleben und bin interessierte Beobachterin dessen.“

Wenn wir in eine beobachtende Haltung gehen, können wir Veränderungen vollkommen anders wahrnehmen. Wir erleben zwar die Symptome, fühlen uns dabei jedoch nicht als Opfer derselben.

Aus dieser Position der Beobachterin heraus, sind wir in der Lage, angemessen mit den Symptomen umzugehen.

Wie gut das im Einzelnen gelingt, hängt davon ab, in welchem Maße wir uns selbst und unseren Körper annehmen, lieben und wertschätzen können.

Denn wer sich selbst und ihren Körper liebt, ehrt und wertschätzt, tut sich dabei sehr viel leichter als die Frau, die mit ihrem Körper unzufrieden ist, ihn und sich selbst ständig verurteilt und lieblos behandelt.

Wenn ich mich und meinen Körper liebe, liebe ich mich und meinen Körper mit allem und zu jeder Zeit.

Ich liebe mich dann auch mit allem, was ich erlebe und fühle, egal wie unangenehm das manchmal auch sein mag.

Ich liebe meinen Körper dann auch mit allem, was er mir grade zeigt, egal wie unangenehm oder gar schmerzhaft das auch sein mag.

Ja, ich bin gerade dann, wenn es unangenehm und schmerzhaft ist, ganz besonders milde und liebevoll zu mir und meinem Körper.

Aus dieser liebevollen, ehrenden, wertschätzenden und dankbaren Haltung heraus, kann ich ganz anders auf die obengenannten Symptome reagieren.

(Ich empfehle zur Annäherung an dieses Thema, meinen Beitrag „Körper und Heilung“ zu lesen)

Wie könnte also dieser liebevolle Umgang mit diesen Symptomen aussehen???

Schauen wir doch mal die einzelnen Symptome der Reihe nach an.

Nun, mit unregelmäßigen Menstruationszyklen dürften die meisten Frauen kein großes Problem haben, da wir das ja ständig erleben. Eine Ausnahme sind die Frauen mit starken Menstruationsbeschwerden, die sie mit verkürzten Zyklen ja häufiger erleben. (Ich empfehle in diesem Fall meine Geführte Meditation bei Monatsbeschwerden zu machen) Es gilt in jedem Fall, dieses einfach anzunehmen und damit zu fließen.

Das Nachlassen sexueller Lust stellt aus meiner Sicht auch kein großes Problem dar. Möglicherweise hat allerdings unser Partner/unsere Partnerin damit ein Problem, aber das ist nicht unsere Angelegenheit, sollte uns deswegen auch nicht belasten. Störender kann da schon die Trockenheit der Schleimhäute im Intimbereich sein. Hier kann leicht Abhilfe geschaffen werden, z.B. mit einem guten Gleitgel oder einem guten Öl. Ich habe sehr gute Erfahrungen mit energetisch hochschwingendem Olivenöl gemacht, aber auch Kokosöl ist ganz wunderbar dafür geeignet. Letzteres hat den Vorteil, dass es erst ab 24° C flüssig wird und deshalb ohne großes Tropfen aufgetragen werden kann. Durch die Körperwärme wird es natürlich dann flüssig. Aber das soll es dann ja auch. Versuch´s doch selbst mal, wenn Du magst!

Bei Schlafstörungen hat sich für mich bewährt, mich nicht stundenlang im Bett rumzuwälzen, sondern aufzustehen und etwas Liebevolles mit mir zu tun. Eine schöne Tasse Tee, eine Kerze anzünden, in eine kuschelige Decke hüllen und z.B. eine nährende und beruhigende Musik anhören. Manchmal zeigen sich dann auch Emotionen wie Trauer, Angst, Wut, Scham, Schuld, … , die tagsüber nicht gefühlt wurden. Dann nehme ich mir auch dafür Zeit und fühle diese Emotionen bejahend und lasse sie einfach da sein. Oder, wenn viele Gedanken da sind, einfach Papier und Stift nehmen und alles raus schreiben, was drin ist, bis nichts mehr kommt. Das hilft. Denn der Verstand weiß dann, es ist aufgeschrieben, und er muss sich nicht mehr ständig damit beschäftigen. Finde selbst heraus, was Dir in dieser Situation gut tut und angebracht erscheint.

Bei starkem Herzklopfen hilft es, die Augen zu schließen und ganz sanft und tief zu atmen. Das kannst Du überall tun. Wenn es zu laut und hektisch ist, wo Du bist, geh aufs Klo. Dort nimm Dir ein paar Minuten Zeit, um mit geschlossenen Augen ganz entspannt zu atmen. Versuch es mal, es wird Dir gut tun.

Wenn Dein Körper während dieser Phase an Gewicht zunimmt, ist das kein Unglück! Öffne Dich bitte dem Gedanken, dass jedes Kilo mehr seinen guten Sinn hat. Denn Dein Körper braucht dann einfach diese Extra-Reserve für diese anspruchsvolle Phase der Hormonumstellung. Liebe Deinen Körper auch dann, und danke ihm.

Hitzewallungen und Schweißausbrüche sind besonders unangenehm, wenn wir unterwegs sind und uns in der Öffentlichkeit bewegen. Generell empfehle ich, sich nicht zu warm anzuziehen und ggf. Wechselwäsche mitzuführen, damit Du Dich dann notfalls auch umziehen kannst. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass diese Symptome durch regelmäßiges Saunieren nahezu vermieden werden können. Dadurch dass der Körper ganz bewusst erhitzt und zum Schwitzen gebracht wird, lernt der Körper, dass er das nicht irgendwann machen braucht, sondern er gewöhnt sich an diese Regelmäßigkeit. Nicht jede Frau hat die Möglichkeit, alle paar Tage zu saunieren oder verträgt die Hitze gut. Wer jedoch diese Möglichkeit hat, kann den Körper damit wunderbar in seiner Arbeit unterstützen. Die Tendenz zu plötzlichem und willkürlichem Auftreten dieser Symptome kann jedenfalls dadurch verringert werden.

Wenn Du bemerkst, dass Du plötzlich körperlich weniger belastbar bist, dann nimm das einfach mal so an. Du bist deswegen nicht weniger wertvoll als vorher. Nein. Dein Körper benötigt einfach gerade sehr viel Energie für die Hormonumstellung. Nach dieser Phase steht Dir diese Energie wieder in vollem Umfang zur Verfügung. Versprochen!

Wenn Du Dich öfter sehr erschöpft, müde und schlapp fühlst, dann höre bitte auf diese Signale Deines wundervollen Körpers. Gib ihm und Dir die nötige Ruhe und Erholung. Mit anderen Worten: Wenn Du abends von der Arbeit heimkommst oder zuhause den ganzen Tag gearbeitet hast, und total erledigt bist, dann bleib bitte nicht bis 22 Uhr auf, sondern geh beizeiten ins Bett. Dein Köper wird es Dir danken!

Wenn Dein Körper bei der kleinsten und alltäglichsten Anstrengung Muskel- und Gelenkschmerzen zeigt, dann gönne ihm und Dir lange Erholungsphasen, nimm vielleicht ein heißes Bad und kuschle Dich danach warm ein, im Bett oder auf dem Sofa, höre entspannende Musik und genieße Dich in Deinem Körper. Sorge gut für Dich! Am besten ist es natürlich, wenn Du Dir während dieser Phase nicht so viel körperliche Anstrengung abverlangst. Gönne Dir viel Entspannung, Ruhe, Schlaf und Erholung. Es wird Dir gut tun.

Wenn Du spürst, dass Du auch psychisch weniger belastbar bist, oft schon wegen Kleinigkeiten schnell „an die Decke gehst“, dann nimm das bitte erst mal so an. Liebe Dich selbst auch damit. Vielleicht kannst Du in dieser Phase etwas weniger stressige Aktionen einplanen? Wenn ich merke, dass ich zu sehr in Stress gerate, mir selbst Druck mache, dann finde ich es hilfreich, genau zu überlegen, ob gewisse Dinge unbedingt jetzt sofort oder überhaupt getan werden müssen. So kann ich einiges davon ganz streichen und mich auf wenige, dafür aber wesentliche Sachen konzentrieren, was wiederum sehr stress-reduzierend wirkt.

Das große „Schreckgespenst“ der Wechseljahre

Das große „Schreckgespenst“ der Wechseljahre waren für mich persönlich immer die Stimmungsschwankungen, oder medizinischer ausgedrückt, die depressiven Verstimmungen. Wer hat nicht schon davon gehört oder es bei anderen Frauen beobachtet?! Was ist also dran?

Ich möchte da etwas Beruhigung hineinbringen.

Stimmungsschwankungen sind etwas ganz natürliches, was wir – genau genommen – permanent erleben. Manchmal fühlen wir eine zeitlang Trauer, danach gehen wir wieder in die Freude. Wir fühlen Angst, und danach gehen wir wieder ins Vertrauen. Wir fühlen Ärger und Wut, danach gehen wir wieder in die Gelassenheit.

Es ist also etwas ganz natürliches, was zum Menschsein einfach dazu gehört.

Was anders ist in den Wechseljahren, ist der sehr kurze zeitliche Abstand zwischen dem einen und dem anderen Gefühl. Diese Stimmungsschwankungen, die so vielen von uns Angst machen, sind also nichts anderes als ein intensives emotionales Erleben schnell wechselnder Gefühle in einem ganz kurzen Zeitraum. Nicht mehr.

Wenn wir uns das bewusst machen, können wir anders darüber denken und auch anders, und vor allem entspannter, damit umgehen.

Ich finde es sehr wichtig, dass wir uns dann nicht dafür verurteilen und denken, mit uns stimmt was nicht, sondern damit zu fließen. Diese Gefühle von Trauer und Sinnlosigkeit wollen angenommen und gefühlt werden, und das bejahend, dann können sie umso schneller weiterfließen.

In diesen Momenten ziehe ich mich gerne zurück in die Stille, setz mich hin, schließe die Augen, atme und lasse diese Emotionen einfach da sein. Dabei dürfen auch Tränen fließen. Und durch dieses bejahende Fühlen können diese Emotionen weiterfließen, das heißt, nach einer Weile sind sie nicht mehr da, und ich gehe wieder in meine Freude.

Mehr zum bejahenden Fühlen findest Du hier.

Wenn Du Deinem Körper und Dir etwas Gutes tun möchtest, kann ich Dir meine Geführte Körpermeditation empfehlen.

Zusätzliche Möglichkeiten zur Linderung finden sich im Internet, z.B. Tipps zu alten Hausmitteln oder auch Anwendungen der Homöopathie. Das ist sicher auch eine Option.

Und wenn sich alles das für Dich nicht stimmig anfühlt, gibt es auch noch die Möglichkeit, hormonell einzuwirken. Die Gynäkologie bietet die Möglichkeit, die 3 Hormone Östrogen, Progesteron und Testosteron, die in den Wechseljahren aus dem Gleichgewicht geraten, durch Zuführen derselben wieder in die Balance zu bringen.

Das darf jede Frau für sich selbst entscheiden.

Ich möchte dennoch meine Gedanken dazu teilen:

Natürlich ist es sinnvoll, sehr belastende oder schmerzhafte Symptome zu lindern. Ich frage mich nur, wie der Körper diese Hormonumstellung bewerkstelligen soll, wenn diese Hormone in der Balance sind. Er bekommt dann keinen Impuls dafür.

Wie also soll unser Körper diese Hormonumstellung bewerkstelligen, wenn die beteiligten Hormone in der Balance sind???

Ich bin keine Medizinerin oder Ärztin, deswegen ist das hier auch meine ganz persönliche Sicht, die bitte niemand übernehmen oder teilen muss.

Jedoch fühle ich, dass ich meinem Körper erst einmal den natürlichen Lauf zugestehen möchte, bevor ich von außen eingreife.

Eine Hormonbehandlung würde für mich wirklich nur dann infrage kommen, wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft wären und nichts davon geholfen hätte.

Wie gesagt, … das ist nur meine ganz persönliche Ansicht!

Finde Du selbst heraus, was für Dich stimmt, was Dich anspricht und sich in Deinem Herzen rund und stimmig anfühlt. Du allein entscheidest, welchen Weg Du da gehen möchtest!

Folgende Fragen sind bei der Entscheidungsfindung hilfreich:

Wie will ich mit dieser anspruchsvollen Lebensphase umgehen?

Wie will ich darüber denken und fühlen?

Wie will ich mich und meinen Körper durch diese Phase begleiten?

Kann ich mir vorstellen, das Ganze mit Neugier und Interesse zu beobachten?

Kann ich mir vorstellen, das alles sogar zu genießen als ein einmaliges und einzigartiges Ereignis in diesem Leben?

Bin ich bereit, die Verantwortung für mich und meinen Körper zu übernehmen?

Bin ich bereit, mich selbst und meinen Körper in dieser Phase besonders liebevoll und nachsichtig, milde und verständnisvoll zu behandeln?

Finde Deine ganz persönlichen Antworten auf diese Fragen. Und dann entscheide Dich!

Denn mit Deiner bewussten Entscheidung (egal, wie sie aussieht) setzt Du eine Art „Lokomotive“ in Gang, die Dich genau in die Richtung zieht, für die Du Dich entschieden hast.

Was passiert, wenn Du diese bewusste Entscheidung nicht triffst???

Nun, dann entscheidet jemand anderes für Dich, z.B. andere Menschen, die Umstände, das Leben, … Und das fühlt sich dann gar nicht gut an, denn dabei fühlst Du Dich schnell als Opfer.

Und das entspricht nun überhaupt nicht Deiner Schöpfernatur!

Es ist mir wichtig, auch andere Perspektiven zum Thema Wechseljahre zu integrieren, deswegen möchte ich Dir auch noch folgende Podcasts ans Herz legen:

„Wie gehe ich mit den Wechseljahren um?“

„Wie kann ich den „Sommer meines Lebens“ genießen und feiern?“

Ich komme nun zum Ende und danke Dir für´s Lesen.

Hab eine gesegnete Zeit!

Herzlichst!

Elvira Hauk

Mein wundervolles 2020

Nein, es ist kein Druckfehler. Und nein, es ist nicht ironisch gemeint.

Das Jahr 2020 war für mich das wundervollste und (ent-)spannendste Jahr, das ich je erlebt habe.

Es ist für mich das Jahr der Freiheit und Befreiung, der Eigenverantwortung und Ermächtigung.

Nie zuvor hatte ich so viel Verantwortung, wie seit dem Zeitpunkt Ende Januar, als mein Vater aus dem Körper gegangen ist.

Nie zuvor hatte ich so viel Freiheit und gleichzeitig so viele Aufgaben, wie seit diesem Ereignis.

Es hat mich nicht aus der Bahn geworfen, sondern ermächtigt!

Dadurch, und durch die vielfältigen Aufgaben, die seitdem angefallen sind (und immer noch anfallen) mit 2 Haushalten, Haus, Garten, Hund und einer pflegebedürftigen Mutter, habe ich erst entdeckt, zu welchen Leistungen ich in der Lage bin.

Gleichzeitig habe ich wiederum lernen dürfen, dass ich mich an die erste Stelle in meinem Leben setzen darf, wenn ich meine Aufgaben hier erfüllen können möchte.

Oft hab ich auch gejammert, dass es zuviel ist für mich, und ich es nicht alleine schaffen kann. Ich hab mich dadurch zum Opfer gemacht, zeitweise. Ich hab allerdings sehr schnell erkannt, dass der ganze Druck im Außen von mir selbst erschaffen war.

Wer sagte mir denn, dass ich das alles tun müsse???

Nur ich selbst!!!

Wer hatte denn die Erwartung an mich, all diese Dinge zu tun, die sonst der Vater erledigt hatte???

Nur ich selbst!!!

Als mir das bewusst wurde, habe ich sofort die „Notbremse gezogen“!

Wenn ich es bin, die sich alle diese Dinge aufgehalst hat, bin auch ich es, die das wieder ändern kann!!!

Und das hab ich auch getan. Das war etwa zur Jahresmitte. Seitdem ist da wieder die Freude und Leichtigkeit und die Entspanntheit und Gelassenheit.

Das wunderbarste Geschenk in diesem 2020 war ohne Zweifel, dass mein Vater aus dem Körper ging.

Das klingt jetzt vielleicht für manche Ohren mehr als merkwürdig, kann ich mir vorstellen.

Ich jedoch sehe darin vor allem das große Geschenk, das er mir und meiner Mutter damit gemacht hat.

Nie zuvor war meine Mutter so lustig und lebensfroh, so sehr sie selbst. Ich kann mich nicht erinnern, sie jemals so gelöst und locker erlebt zu haben – und das trotz ihrer „Erkrankung“! Es ist schön, sie so aufblühen zu sehen. Ein selbstbestimmtes Leben in Freiheit! Ein großes Geschenk des Vaters an sie!!!

Und ich selbst habe mich nie zuvor so frei und handlungsfähig gefühlt. Nie zuvor war ich ganz in meiner Kraft … Es war unmöglich, gewisse Dinge auf meine Weise zu tun, als der Vater noch im Körper war. Das ist sein großes Geschenk an mich! Freiheit, Selbstermächtigung, Eigenverantwortung und „In-meine-Kraft-Kommen“.

Das zweit-wunderbarste Geschenk in diesem Jahr war das „Phänomen Corona“, das mir eine wundervoll entspannte Zeit zuhause beschert hat, und auch heute noch beschert.

Ich bin sehr dankbar dafür, denn ohne die Lockdowns hätte ich mit der Mutter jede Woche mindestens 2 Termine außer Haus gehabt. Das hätte eine Menge Stress bedeutet, der mir Dank Corona erspart geblieben ist – und der Mutter auch.

Es gab viele wundervolle Momente in 2020, gespickt mit Erkenntnissen und Informationen, vor allem der Geistigen Welt, aber auch Erinnerungen aus früheren Inkarnationen, die heute zum Tragen kommen und wichtig sind für die Zukunft und die Neue Erde.

Ich habe immer wieder Quantensprünge erlebt in Bezug auf Klarheit über meinen Weg und mein zukünftiges Wirken.

Da waren viele wunderbare Begegnungen mit Menschen, Tieren, Natur- und Elementarwesen, Engelwesen, … und meinen Ahnen. Sie alle, ob im Grobstoff oder Feinstoff, haben mein Jahr 2020 und meinen Weg durch dieses Jahr sehr bereichert und verzaubert.

Ich bin heute sehr, sehr glücklich, und ich danke jedem/jeder Einzelnen von Euch für Euer Sein und Euer Da-Sein in meinem Leben!!!

Ich wünsche Euch allen ein 2021 voller Wunder und erkenntnisreicher Momente!

Herzlichst!

Elvira

Können wir wirklich zuhören???

Es ist furchtbar anstrengend, sich mit jemand zu unterhalten, der nicht wirklich zuhört oder zuhören kann.

Diese Erfahrung durfte ich neulich wieder machen.

Kennt ihr das auch?

Ihr erzählt irgendetwas und habt kaum einen Gedanken fertig formuliert, da fällt euch der Andere schon ins Wort z.B. mit einem „Ja, aber…“.

Dieses „Ja, aber…“ heißt übersetzt:

„Du kannst ja viel erzählen, aber ich halte das für Quatsch, ich respektiere deine Meinung nicht und es interessiert mich nicht wirklich, was du mir von dir mitteilen willst.“

Oft ist es auch so, dass wir anderen zuhören und gleichzeitig schon über eine Antwort nachdenken oder darüber, wie wir unsere eigene Ansicht dazu kundtun können.

Dadurch bekommen wir natürlich nicht wirklich mit, was unser Gegenüber uns sagen möchte.

Wir sind nicht mit unserer vollen Aufmerksamkeit dabei.

Wir können uns für´s wirkliche Zuhören entscheiden …

Ich selbst habe es in der Vergangenheit auch nicht anders gekonnt. Und auch heute ertappe ich mich ab und zu noch dabei.

Es ist eine bewusste Entscheidung, das wirkliche und aufmerksame Zuhören immer mehr zu praktizieren.

Dazu ist es wichtig, mich selbst erst einmal zu beobachten.

Wie reagiere ich auf das Gesagte?

Welche Gedanken und Emotionen steigen in mir auf?

Warum berührt mich das Gesagte unangenehm?

Was hat das Gesagte mit mir zu tun?

Am Anfang braucht das ein wenig Übung, klar.

Doch allmählich fällt es immer leichter, einfach nur zuzuhören, sich wirklich auf mein Gegenüber einzulassen und den Mund zu halten, während der Andere etwas erzählt.

Danach kann ich nachfragen, wenn ich etwas genauer wissen will. Möglicherweise ist der Gesprächspartner nicht bereit, meine Fragen zu beantworten. Dann gilt es, das zu akzeptieren. Gut möglich auch, dass ich seine Sichtweise überhaupt nicht teile, was ich dann auch angemessen ausdrücken darf, wenn es mir angebracht scheint, allerdings ohne ihm meine Ansicht „überstülpen“ zu wollen.

Jeder Mensch lebt in seiner eigenen Welt!

Hier hilft es, sich immer wieder bewusst zu machen, dass jeder Mensch seine eigene Welt hat, weil jeder sie durch den Filter seiner/ihrer individuellen Erfahrungen betrachtet.

Es gibt soviel verschiedene Weltsichten, wie es Menschen gibt!!!

Es gibt also 7,6 Milliarden verschiedene Welten auf der Erde!

Das ist wichtig für das Verständnis dafür, was auf der Erde geschieht und warum so vieles für uns nicht verstehbar ist.

Da darf es uns nicht wundern, wenn die meisten Menschen unsere eigene Sicht auf die Welt nicht teilen. Oder, dass Menschen Dinge tun, die für uns vollkommen unbegreiflich und nicht nachvollziehbar sind.

Ich zitiere hier sehr gerne aus „Gespräche mit Gott“ von Neale Donald Walsch:

Niemand tut irgendetwas Unangemessenes angesichts SEINES Weltmodells.“

Wenn uns nun bei einer Unterhaltung unser Gegenüber etwas erzählt, das genau das Gegenteil von dem ist, wovon wir selbst überzeugt sind …

Wie reagieren wir???

Nun, zuerst wird da ein Widerstand in uns sein, und sofort der Wunsch, den anderen von unserer Sichtweise zu überzeugen.

Damit aber setze ich den Anderen ins Unrecht, noch während er/sie spricht, während ich mir gleichzeitig eine clevere und möglichst unbestreitbare Antwort ausdenke.

In dieser inneren Haltung bin ich nicht in Empfangsbereitschaft für das, was mir jemand mitteilen möchte, denn ich vergleiche sofort alles Gesagte mit meiner Ansicht dazu. Das verhindert, dass ich mich wirklich auf den Anderen einlassen kann. Ich habe dann nur Interesse daran, meinen eigenen Standpunkt dazu deutlich zu machen, nicht aber zu verstehen, was der Standpunkt des anderen ist, und dass dieser genauso seine Berechtigung hat.

Mit anderen Worten …

Wenn ich nur mit dem Verstand zuhöre, mein Herz jedoch verschlossen ist, kann keine wirkliche Kommunikation zustande kommen. Denn der Verstand will immer Recht behalten und wird immer an den eigenen Argumenten und Sichtweisen festhalten.

Wirkliche Kommunikation findet aber auf Herzebene statt. Ein geöffnetes Herz ist die beste Voraussetzung, um den Verstand zum Schweigen zu bringen. Ein geöffnetes Herz bedeutet wahres Interesse am Anderen und dessen Sicht auf die Welt zu haben, vor allem und besonders dann, wenn sie unserer eigenen Sicht der Welt sehr widerspricht.

Folgende Haltung wäre aus meiner Sicht wünschenswert:

„Ich freue mich, dass du mir das erzählst. Auch wenn ich anderer Ansicht bin, danke ich dir für dein Vertrauen und respektiere deine Haltung. Ich kann dich und deine Sicht auf die Welt so stehen lassen, auch wenn sie allem widerspricht, woran ich glaube und was ich denke.“

Es gibt noch eine andere Weise, nicht zuzuhören …

Vielleicht kennt ihr das?

Ihr möchtet einfach nur etwas von euch erzählen, weil es euch wichtig ist …

Und prompt bekommt ihr einen Lösungsvorschlag oder einen Ratschlag präsentiert.

Dabei hattet ihr doch gar nicht darum gebeten!!!

Schaut mal diese Worte an: LösungsvorSCHLAG … RatSCHLAG

In beiden stecken „die Schläge“ drin.

Wenn wir anderen etwas vorschlagen oder einen Rat geben wollen, macht es Sinn, vorher zu fragen, ob das überhaupt gewünscht ist. Denn sonst kann sich das genau so anfühlen, wie SCHLÄGE eben.

Und wenn wir einen Rat geben oder einen Vorschlag machen wollen, dürfen wir uns bewusst machen, was unsere Motivation dahinter ist.

Ist es, weil wir der anderen Person ihren Weg nicht zutrauen?

Oder vielleicht, weil wir sie in eine bestimmte Richtung lenken wollen, die uns gefällt?

Ist es okay für uns, wenn die Person unseren Rat nicht befolgt?

Was ist es, das uns dieser Person genau diesen Rat geben lässt?

Folgende Haltung wäre hier wünschenswert:

„Ich freue mich, dass du mir das erzählst und ich traue dir zu, dass du das hinbekommst. Wenn du möchtest, kann ich dir noch erzählen, wie ich die Situation sehe und welche Möglichkeiten der Lösung ich wählen würde. Möchtest du das?“

Und dann auch ein NEIN als Antwort akzeptieren.

Wahre Kommunikation, wirkliches Zuhören, findet auf Herzebene statt!

Öffnen wir also unser Herz für uns selbst und für unsere Mitmenschen, die alle sehr interessante Dinge zu erzählen haben.

Schenken wir uns und ihnen die nötige Offenheit, begegnen wir einander mit Verständnis, statt Verurteilung, öffnen wir unser Herz, und damit auch unseren Geist, damit wahrer Austausch, wahre Begegnung zwischen uns stattfinden kann!

Danke!

Körper und Heilung

(mit freundlicher Genehmigung von Robert Betz (robert-betz.com), von dem viele dieser Gedanken stammen, und die ich auch als meine Wahrheit erkannt habe)

Wenn wir über Heilung sprechen, dürfen wir uns erst einmal bewusst machen, was Krankheit ist.

Krankheit ist immer mit einer Energieblockade verbunden.

Wenn unser Körper Krankheitssymptome zeigt, fließen auf irgendeiner Ebene die Energien nicht frei.

Das können verdrängte Emotionen oder Konflikte sein, das können Blockaden in unserem Denken sein, das können alte, meist von anderen übernommene Glaubenssätze und Überzeugungen sein …

Unsere klassische Schulmedizin geht von einer Art Krieg in unserem Körper aus. Da sind die Guten, die die Bösen bekämpfen, die oft von außen eindringen, oder auch im Innern angreifen.

Über lange Jahre haben wir unsere Verantwortung für unseren Körper und dessen Zustand an Ärzte und Mediziner abgegeben. Nichts gegen Ärzte und Mediziner, denn sie sind ja auch in diesem Krankheitsverständnis aufgewachsen – wie wir alle – und haben basierend darauf ihre Ausbildung erhalten.

Was passiert ist über die Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte, ist dass wir diese Menschen fast in einen Götterstatus erhoben haben. Wir glauben alles, was sie uns erzählen, natürlich.

Aber haben wir uns jemals gefragt, ob wir das einfach so glauben wollen?

Ist uns bewusst, dass wir uns hier frei entscheiden können, ob wir eine Diagnose glauben wollen?

Haben wir jemals eine Diagnose angezweifelt und beispielsweise noch eine zweite ärztliche Meinung/Diagnose eingeholt, bevor wir einer bestimmten Therapie zugestimmt haben?

WICHTIG ist hier die Verantwortung zu übernehmen für uns selbst und unseren Körper und somit für die eigene Gesundheit!!!

Wir sind Schöpfer/Schöpferin unserer gesamten Lebenswirklichkeit, so auch dem Zustand unseres Körpers, den wir meist sehr unbewusst behandeln.

Und dieser Körper ist ein reiner Diener, UNSER Diener! Er hat keinen eigenen Willen. Er besteht aus vielen Billionen Körperzellen, die alle ein Bewusstsein haben, Zellbewusstsein.

Und jede dieser Zellen kriegt genau mit, was wir denken (vor allem über unseren Körper!!!), wie wir fühlen und sprechen über ihn, und reagiert entsprechend darauf.

Unsere Deutsche Sprache ist da auch oft sehr deutlich …

Vielleicht hast du die folgenden Redewendungen schon mal gehört?

„sich die Zähne an etwas ausbeißen“

„einem läuft die Galle über“

„die Schnauze voll haben“

„jemandem platzt der Kragen“

„jemandem sitzt die Angst im Nacken“

„jemandem was husten wollen“

„sich nicht gehen lassen“

Es gibt noch viele solcher Redensarten, die allesamt darauf hinweisen, dass unser Denken und Fühlen bzw. der freie Fluss dieser Energien, also Gedanken und Emotionen, elementar wichtig ist für den Zustand unseres Körpers und dessen Gesundheit.

Da dem so ist, ist unsere Beziehung zu unserem eigenen Körper von immenser Wichtigkeit!

Ich möchte dir ein paar Fragen anbieten, die du dir selbst (am besten schriftlich) beantworten kannst, wenn du magst, um deine Beziehung zu deinem Körper zu überprüfen:

Was denkst du über deinen Körper?

Findest du deinen Körper schön?

Was gefällt dir nicht an deinem Körper?

Was findest du hässlich an ihm?

Worauf bist du stolz an deinem Körper?

Wie oft bewertest du dein Aussehen, also deinen Körper?

Verurteilst du deinen Körper? Wenn ja, wofür?

Wieviel liebevolle Aufmerksamkeit schenkst du deinem Körper?

Wieviel Entspannung gönnst du ihm, täglich?

Wieviel Freude, wieviel zärtliche Berührung schenkst du ihm?

Wie oft gönnst du deinem Körper die Freuden der Sexualität?

Hast du deinen Körper jemals 15 Minuten lang nackt in einem großen Spiegel betrachtet?

Wenn ja, was waren deine Gedanken dabei?

Was hast du dabei deinem Körper gegenüber gefühlt?

(Ich kann diese Spiegelübung wirklich jedem empfehlen, die sich und dem Verhältnis zum eigenen Körper auf die Schliche kommen will)

Egal, wie deine ganz persönlichen Antworten auf diese Fragen ausfallen, mach dir bitte bewusst, dass sie (die Antworten) dein Schöpferwerkzeug sind, mit denen du deinen Körper täglich formst und erschaffst.

Unser Körper ist vor allem auch ein hervorragender Signalgeber.

Er spricht zu uns durch Körperempfindungen, wie z.B. Enge, Schwere, Druck bis Verspannung, Schwindelgefühl, Übelkeit, Taubheitsgefühl, …

Dies sind die ersten der sogenannten „Symptome“, die wir aber meist ignorieren oder gar nicht bewusst wahrnehmen.

Hinter diesen Körperempfindungen steckt meist eine oder mehrere verdrängte Emotionen, die wir nicht fühlen wollten, weil sie so unangenehm waren oder wir damit nicht geliebt wurden (schon in der Kindheit haben wir das gelernt!). So erzeugt Trauer, wenn sie verdrängt wird, meist Schwere; Angst erzeugt oft Enge; Wut erzeugt oft Verspannung.

Diese Emotionen wollen einfach nur gefühlt werden, annehmend und bejahend, dann können sie weiterfliessen und müssen unseren Körper nicht belasten.

Schmerz ist KEIN Gefühl. Schmerz im Körper – egal ob physisch oder psychisch – ist der Widerstand gegen das Fühlen der wahren Gefühle. Also eine Energieblockade, die verhindert, dass die Emotionen frei fließen können.

Die nächste Stufe der Signale unseres Körpers sind die sogenannten „Krankheitssymptome“ oder „Krankheiten“.

So führt z.B. chronisch unterdrückte Trauer zu einer „Depression“, chronisch unterdrückte Angst wird zur „Panikattacke“ und chronisch unterdrückte Wut wird zu „Magengeschwür“, „Migräne“, „Krampfadern“, „Schilddrüsenfehlfunktionen“, … alle Druckkrankheiten haben unterdrückte Wut als Ursache. Ein unfriedliches Verhältnis zu unserem Mann- bzw. Frau-Sein hat meist Symptome an Hoden und Prostata bei den Männern, und an Brüsten, Gebärmutter und Eierstöcken bei den Frauen zu folge.

Das sind dann Signale, die wir nur selten ignorieren können.

Der Körper hat eine Botschaft für uns!!!

Der Körper hat eine Botschaft für uns, die er zuerst ganz sanft kommuniziert. Wenn wir nicht darauf reagieren, werden die Botschaften intensiver. Nicht weil wir hier leiden sollen, sondern weil wir hier über den Körper eine Botschaft unserer SEELE bekommen – und die will gehört werden!

DIE SEELE SPRICHT ÜBER DEN KÖRPER ZU UNS!!!

Und wir dürfen wieder lernen, diese Sprache zu verstehen und aufmerksam wahrzunehmen, was unser Körper uns mitteilen will.

Zwei klassische Beispiele:

Du bist abends schon um 19 Uhr hundemüde. Deine Seele sagt: geh ins Bett! Dann tu das bitte.

Du machst Sport und dir tut dabei z.B. das Knie weh. Deine Seele sagt: hör auf dich zu überlasten! Dann tu das bitte.

(Kein Sport der Welt ist „gesund“, wenn der Körper dabei schmerzt!!!)

Was können wir also tun, um eine liebevolle Beziehung zu unserem Körper zu erschaffen?

Nun, wir dürfen uns zu allererst dafür entscheiden! Nichts ist so machtvoll wie eine bewusste und kraftvolle Entscheidung!

Die könnte z.B. lauten:

„Ich entscheide mich, ab sofort immer liebevoller und bewusster mit meinem Körper umzugehen. Ich öffne mich dafür, seine Signale wahrzunehmen, zu verstehen und danach zu handeln.“

Und dann richte dich direkt an deinen Körper und sei dir bewusst, dass jede Zelle dich versteht:

„Ich danke dir, mein lieber physischer Körper, für dein Dienen all die Jahre. Ich bitte dich um Verzeihung dafür, dass ich in der Vergangenheit so unbewusst und lieblos mit dir umgegangen bin. Das wird jetzt anders. Ich freue mich auf die Zukunft mit dir.“

Wir dürfen uns dann bewusst machen, was wir über unseren Körper denken, wie wir über ihn fühlen. Das geht wirklich am besten mit der Spiegelübung, wie bereits beschrieben bzw. der Beantwortung der Fragen am Anfang des Textes.

Das ist sozusagen die Bestandsaufnahme.

Alles was dabei an Gefühlen auftaucht, darf einfach gefühlt werden.

Ist da Scham, Minderwertigkeit, Trauer, … was ist es, was in dir aufsteigt bei der Spiegelübung oder bei den Fragen?

Alles das kannst du einfach fühlen. Mehr will ein Gefühl nicht von dir.

Wie geht das?

Einfach in die Stille gehen, das heißt in einem ruhigen Raum, ohne Störung oder Ablenkung, sitzen und die Augen schließen. Dann sanft und tief atmen und die Emotion, was immer es ist, da sein lassen, nur wahrnehmen und fühlen. Nach einer gewissen Zeit wird sie von selbst gehen. Sie konnte durch deine Annahme und dein Fühlen weiterfliessen.

Was wünscht sich dein Körper noch von dir?

Dein Körper braucht 3 Dinge, um gesund und vital zu bleiben. Und DU kannst sie ihm jeden Tag geben!

  1. Liebe
  2. Dankbarkeit
  3. Freude

Das sind die 3 hochschwingendsten Energien, die es überhaupt gibt.

Geben wir doch unserem Körper täglich jede Menge davon!!! Das ist die beste Voraussetzung für unsere physische wie psychische Gesundheit.

Fassen wir kurz zusammen:

  1. Wir entscheiden selbst, ob wir einer Diagnose Glauben schenken oder nicht
  2. Wir übernehmen die Verantwortung für den Zustand unseres Körpers und Annahme dessen
  3. Wir machen eine Bestandsaufnahme über unsere Beziehung zu unserem Körper
  4. Wir fühlen unsere Emotionen, die wir unserem Körper gegenüber haben, bejahend
  5. Wir entscheiden uns, die Botschaften unserer Seele über den Körper zu verstehen
  6. Wir schenken unserem Körper Liebe, Dankbarkeit und Freude

Abschließend den Bogen zu kriegen, ist nicht so leicht, stelle ich fest.

Ich hab bei Heilung angefangen und bin beim Körper rausgekommen.

Wie geschieht nun aber Heilung?

Wenn wir alle Schöpferwesen sind, und wenn jeder Gedanken schöpferisch ist, dann liegt auf der Hand, dass wir einen großen Einfluss auf unseren eigenen Heilungsprozess haben.

Einige Fragen in diesem Zusammenhang:

Halte ich Heilung überhaupt für möglich?

Welches Bild habe ich von einer bestimmten Krankheit?

Wie könnte ich die Situation aus einer anderen Perspektive betrachten, die sich leichter anfühlt?

Welche Antworten steigen in mir auf, wenn ich diese Fragen stelle?

In einem meiner Videos erkläre ich, wie wir mit unseren Gedanken oft unbewusst eine Heilung verhindern. Ich möchte es gerne hier teilen, weil es sehr anschaulich macht, was ich meine.

Jeder Mensch verfügt über unbegrenzte ihm oder ihr innewohnende Selbstheilungskräfte.

In Wirklichkeit ist das heilende Element die LIEBE.

LIEBE ist die kraftvollste und machvollste Energie, die es im ganzen Universum gibt.

Liebe ist unsere wahre Natur. Wir sind Liebe. Jede. Jeder.

Und wo Heilung geschieht, ist immer LIEBE im Spiel.

Liebe bedeutet hier auch ANNAHME. Die Annahme meines jetzigen Gesundheitszustandes ist Voraussetzung für die Veränderung desselben!

Hier wirkt meist folgendes Energiegesetz:

Wogegen du dich wehrst und wogegen du ankämpfst, dem führst du Energie zu.

Übersetzt heißt das:

Wenn ich gegen eine Krankheit kämpfe, sie möglichst schnell weg haben will, verstärke ich sie noch und es kann sich nichts an meinem Zustand verändern.

Genau hierauf basiert unser (noch) aktuelles Krankheitsverständnis … dass es da etwas zu bekämpfen gibt, quasi ein Krieg im Organismus.

Was in der Schulmedizin getan wird, ist alles GEGEN etwas gerichtet. Deswegen werden auch nur Symptome, aber keine Ursachen behandelt. Die Ursache von jeglichem Körpersymptom ist im Feinstofflichen zu finden, also in unserem Denken und Fühlen (belastende Gedanken und verdrängte Emotionen). Die Symptome auf Körperebene zu mildern ist natürlich sinnvoll, allerdings nur dann, wenn die Ursachen im Feinstoff auch angeschaut werden. Andernfalls wird sich das Thema/Symptom nach einiger Zeit an anderer Stelle wieder zeigen (die Schulmedizin nennt das „Symptomverschiebung“).

Heilung bzw. die Gesunderhaltung unseres Körpers ist – nach meiner Erfahrung – von folgenden Dingen abhängig:

  1. Ein liebevolles, von Wertschätzung und Dankbarkeit geprägtes Verhältnis zum eigenen Körper
  2. Dem Körper bewusst das schenken, was ihm gut tut: Entspannung, Erholung, Bewegung, frische Luft, gutes Essen, klares Wasser, Natur, erfüllenden Sex, … und gaaaanz viel Freude jeden Tag!
  3. Bejahendes Fühlen unangenehmer, bisher abgelehnter und verdrängter Emotionen, damit sie weiterfliessen können und den Körper nicht belasten
  4. Überprüfen der eigenen Gedanken zu Körper, Krankheit und Heilung
  5. Auf die Signale des Körpers lauschen und danach handeln
  6. Annehmen, was jetzt da ist an Symptomen, damit es sich verändern kann
  7. Die eigenen Selbstheilungskräfte, die im Grunde nichts anderes sind als deine eigene Liebeenergie aus deinem Herzzentrum, anerkennen und aktivieren.

Hier komme ich nun zum Ende und ich danke dir, dass du bis hierher dabei geblieben bist. Vielleicht kannst du ja etwas davon für dich mitnehmen in deine Welt?

Ich wünsche dir ein gesundes und gesegnetes Leben!

Vielen Dank!