
Heute stelle ich Euch einige Wildkräuter vor, die zu meinen absoluten „Favourites“ gehören und alle essbar sind. Und nicht nur das! Sie schmecken nicht nur sehr lecker, sie sind auch gesünder als alles, was Ihr im Supermarkt oder auf dem Wochenmarkt an Obst und Gemüse bekommen könnt – oder was Ihr im Garten anbauen könnt. Ich möchte wetten, dass Ihr etliche davon schon gesehen habt, oder sie sogar kennt. Und das Allerbeste! Sie wachsen nahezu überall und werden uns von der Natur und Mama Erde einfach so – GRATIS und KOSTENLOS – in Hülle und Fülle zur Verfügung gestellt! Wir brauchen sie nicht anbauen, züchten oder gießen, sie wachsen von selbst (wenn wir sie lassen und nicht als „Unkraut“ ausrupfen!!!), und sie sind einfach frei zugänglich für uns. Wir brauchen uns nur zu bedienen und sie einsammeln.
Die Vogelmiere:




Wächst direkt am Boden, hat ovale bis herzförmige Blätter, die paarweise gegenständig angeordnet sind, hat kleine weiße Blüten. Wenn sie zu wenig Licht hat, wächst sie auch gerne nach oben.
Die Vogelmiere hat im Stängel einen Faden, den man sehen kann, wenn man den Stängel bricht.
Essbar sind Blätter, Blüten, Samen und Stängel.
Inhaltsstoffe sind vor allem Kalium, Eisen und Vitamin C; sie enthält aber auch B-Vitamine, Calcium, Magnesium, Eiweiß und Saponine.
Die Heilwirkung ist u.a., dass die Blutbildung und der Stoffwechsel angeregt werden, sie bewirkt auch eine bessere Verdauung und ist durch ihre Saponine eine reinigende Pflanze, was sich positiv auf Blut, Nieren und Blase auswirkt.
Das Scharbockskraut:







Wächst direkt am Boden, hat glatte glänzende und nierenförmige Blätter, wobei jedes Blatt einen eigenen Stängel hat; die gelbe Blüte wächst nach oben und hat schmale und längliche Blütenblätter mit runden Enden; an der Wurzel bilden sich kugelförmige Knöllchen aus.
Essbar sind Blätter, Blüten und die stärkehaltige Wurzelknolle.
Inhaltsstoffe sind vor allem Vitamin C, Gerbstoffe und Saponine.
Die Heilwirkung ist blutreinigend und fördert eine schöne gesunde Haut.
Der Bärlauch:




Hat glatte, länglich-ovale und spitz-zulaufende Blätter, die Blüten sind weiß und verströmen einen starken Knoblauchgeruch, wenn sie voll erblüht sind.
Essbar sind Blätter und Blüten, wobei die Blätter an Aroma verlieren, sobald der Bärlauch blüht.
Verwechslungsmöglichkeit besteht mit dem Maiglöckchen, das ähnliche Blätter hat. Hier hilft die Schnüffelprobe: zerreibt man ein Blatt zwischen den Fingern und es riecht nach Knoblauch, ist es definitiv der Bärlauch!
Inhaltsstoffe sind vor allem Kalium und Vitamin C, ist aber auch reich an Calcium, Magnesium, Eisen und Eiweiß.
Die Heilwirkung ist Appetit-anregend, fördert die Gallenproduktion und die Verdauung, erweitert die Gefäße und senkt den Cholesterinspiegel.
Das Spitzahorn:


Das junge typisch gezackte Ahornblatt hat eine hellgrüne Farbe, je älter das Blatt, desto dunkler wird das Grün.
Essbar sind junge Blätter und Blüten.
Inhaltsstoffe sind Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen und Mangan.
Die Heilwirkung ist entzündungshemmend, fieber- und blutdrucksenkend.
Die Linde (Sommer- und Winterlinde):





Die Blätter sind herzförmig und an den Rändern gezackt.
Essbar sind junge Blätter und Blüten.
Inhaltsstoffe sind u.a. Ätherische Öle, Farnesol, Flavonoide, Gerbsäure und Saponine.
Die Heilwirkung der Linde wird bei Erkältungskrankheiten genutzt, sie wirkt harntreibend. Die Blätter wirken Appetit-anregend und beruhigend.
Der Giersch:



Jeweils 3 Blätter sind am Stängel angeordnet, das mittlere Blatt ist dreiteilig. Die Blätter werden bis zu 30 cm hoch.
Essbar sind Blätter und Blüten, die ganz jungen Blätter schmecken sehr mild, je älter sie sind, desto aromatischer schmecken sie, wenn sie allerdings zu groß sind, werden sie etwas zäh und auch bitter im Geschmack.
Inhaltsstoffe sind vor allem Kalium, Vitamin C, Calcium und Eiweiß, aber auch reichlich Magnesium und Eisen.
Die Heilwirkung zeigt sich bei der Behandlung von Rheuma, Arthritis, Hexenschuss und Gicht.
Die Brennnessel:






Es gibt die kleine und die große Brennnessel, die sich lediglich durch ihre Größe unterscheiden. Die Blätter sind an den Rändern gezackt, Blätter und Stängel sind behaart, die Blüte ist weiß und entwickelt sich später zu den Samenständen.
Essbar sind Blätter, Blüten und Samen.
Inhaltsstoffe sind Calcium, Magnesium, Vitamin C, Eiweiß, Kalium und Eisen.
Die Heilwirkung ist leicht harntreibend, schmerzstillend, entzündungshemmend und verdauungs- bzw. stoffwechselanregend.
Das Gänseblümchen:



Jeder kennt es, es wäschst nahezu überall. Die weiß-gelben Blüten sind leicht zu erkennen. Bei jungen Blüten sind die Ränder der Blütenblätter rosa. Die Blätter wachsen dicht am Boden.
Essbar sind Blüten und Blätter.
Inhaltsstoffe sind Kalium, Calcium, Vitamin C, Magnesium, Eisen und Eiweiß.
Die Heilwirkung ist blutreinigend, Stoffwechsel- und appetitanregend, verschafft Linderung bei Magen-, Gallen- und Leberbeschweren, sowie bei Hauterkrankungen.
Der Löwenzahn:



Wer kennt ihn nicht, den Löwenzahn? Die typischen Blätter und die gelbe Blüte sind unverwechselbar, ebenso wie die Pusteblume.
Essbar sind Blätter, Blüten, Stängel, Samen und Wurzel.
Inhaltsstoffe sind Kalium, Vitamin C, Calcium, Magnesium, Eisen und Eiweiß.
Die Heilwirkung ist lindernd bei Verdauungs- und Stoffwechselstörungen und wirkt auch appetitanregend, die Blätter haben eine wassertreibende und abführende Wirkung.
Der Stinkende Storchenschnabel:


Die markanten Blätter sind 3- bis 5-teilig und haben einen rötlichen Stängel. Die Blüte ist rosa bis violett und hat 5 Blütenblätter.
Essbar sind Blüten und Blätter, letztere sollten jedoch nur sparsam verzehrt werden, da sie sehr viele Bitterstoffe enthalten.
Inhaltsstoffe sind ähterisches Öl, Geranium, Gerbstoffe, Flavonoide und organische Säuren.
Die Heilwirkung ist entgiftend und blutreinigend und hilft beim Ausleiten von Schlacken und Giftstoffen.
Der Wiesenstorchenschnabel:




Die Blätter sind 5- bis 7-teilig und gegenstielig angeordnet, die Einschnitte zwischen den Blattteilen reichen fast bis an den Stängel. Die violetten Blüten sind immer paarweise angeordnet. Der Stengel ist behaart.
Essbar sind Blüten und Blätter.
Inhaltsstoffe sind ätherische Öle, Flavonoide, Gerbstoffe und Bitterstoffe.
Die Heilwirkung wird genutzt bei der Behandlung von Durchfall, Magen-Darm-Entzündungen und Leber- und Gallenerkrankungen. Darüber hinaus wirkt der Wiesenstorchenschnabel auch stimmungsaufhellend.
Das Klettenlabkraut:




Die langen Blätter sind strahlenförmig jeweils auf einer Ebene rund um den Stängel angeordnet. Wie der Name schon sagt, sind sie klebrig.
Essbar sind die Blätter, Triebe und Samen.
Inhaltsstoffe sind ätherische Öle, organische Säuren, Fette, Vitamin C und Kieselsäure.
Die Heilwirkung ist stimulierend für das Immunsystem, regt das Lymphgefäßsystem an und hat eine reinigende Wirkung auf den gesamten Organismus. Es wird auch zur Behandlung von Harnwegserkrankungen eingesetzt.
Das Wiesenlabkraut:




Die länglichen Blätter sind ähnlich um den Stängel angeordnet wie beim Klettenlabkraut. Sie kleben jedoch nicht, wachsen dichter zusammen und sind zarter.
Essbar sind Blätter, Blüten und Samen.
Inhaltsstoffe sind ätherische Öle, Gerbstoffe und Kieselsäure.
Die Heilwirkung ist harntreibend, stimmungserhellend, beruhigend, nervenstärkend, cholesterinsenkend und lindernd bei Magen-Darm-Beschwerden.
Die Gefleckte Taubnessel:




Die Blätter laufen spitz zu, sind stark gezahnt und gegenständig angeordnet. Wenn die Blätter noch jung sind, haben sie eine rötliche Färbung. Die Blüte ist violett.
Essbar sind Blüten und Blätter.
Inhaltsstoffe sind Kalium, Phosphor, Calcium, Kupfer, Magnesium und Zink.
Die Heilwirkung ist belebend, entzündungshemmend, Schleimhaut-schützend, blutstillend und verdauungsfördernd.
Die Goldnessel (gelbe Taubnessel):




Die Blätter sind gegenständig angeordnet, am Boden herzförmig abgerundet, weiter oben zur gelben Blüte hin sind sie eher oval und spitz zulaufend, am Rand sind alle Blätter gezähnt. Der Stängel ist 4-kantig und leicht behaart.
Essbar sind Blüten, Blätter, Wurzel und Samen.
Inhaltsstoffe sind Kalium, Phosphor, Calcium, Kupfer, Magnesium und Zink.
Die Heilwirkung ist belebend, entzündungshemmend, Schleimhaut-schützend, blutstillend und verdauungsfördernd.
Die Weiße Taubnessel:




Die Blätter laufen spitz zu, sind stark gezahnt und gegenständig angeordnet. Die Blüte ist weiß.
Essbar sind Blüten und Blätter.
Inhaltsstoffe sind Kalium, Phosphor, Calcium, Kupfer, Magnesium und Zink.
Die Heilwirkung ist belebend, entzündungshemmend, Schleimhaut-schützend, blutstillend und verdauungsfördernd.
Das Bittere Schaumkraut (falsche Brunnenkresse):




Die spatelförmigen Blätter sind gegenständig am Stängel angeordnet und enden in einem einzelnen Blatt an der Spitze. Die Blüte ist weiß und ihre 4 runden Blütenblätter sind kreuzweise angeordnet.
Essbar sind Blüten und Blätter, der Geschmack erinnert an Kresse.
Der dominierende Inhaltsstoff ist Vitamin C.
Die Heilwirkung ist bzw. war vor allem dem hohen Vitamin C – Gehalt geschuldet, so wurde es früher gegen Skorbut eingesetzt. Und auch heute können wir es als hochwertige Vitamin C – Quelle nutzen.
Die Zaunwicke:




Die ovalen Blätter sind gegenständig am Stängel angeordnet, am Ende des Stängels ist ein Faden, mit dem sich die Zaunwicke um andere Pflanzen oder um Zäune rankt, daher auch ihr Name. Die Zaunwicke hat eine violette Blüte.
Essbar sind Blätter und Blüten.
Der herausragende Inhaltsstoff der Zaunwicke ist ihr sehr hoher Eiweißgehalt.
Die Heilwirkung ist stoffwechselanregend und harntreibend.
Der Spitzwegerich:




Die länglichen Blätter sind spitz zulaufend und der Länge nach gerippt. Er erreicht eine Höhe von 10 bis 20 cm.
Essbar sind Blätter, Blüten, Samen und Wurzel.
Inhaltsstoffe sind Vitamin B, Vitamin C, Zink, Kalium, Kieselsäure, Saponin und Gerbstoffe.
Die Heilwirkung ist entzündungshemmend, antibakteriell und wirkt stimulierend auf das Immunsystem, sowie lindernd bei Hustenreiz.
Der Breitwegerich:




Die Blätter sind eiförmig und wachsen am besten dort, wo der Boden stark verdichtet ist, meist wo täglich viele Menschen oder Tiere gehen. Der Blütenstand wächst wie eine Kerze in einem Kerzenständer nach oben aus den Blättern heraus.
Essbar sind Blätter, Knospen, Blüten und Samen.
Inhaltsstoffe sind Zink, Kalium, Vitamin C, verschiedene B-Vitanine und Kieselsäure.
Die Heilwirkung ist kühlend, entzündungshemmend, wundheilend, antiseptisch, schleimlösend, schmerzlindernd, blutreinigend und hilft auch bei Husten, Halsschmerzen und Verdauungsbeschwerden.
Das Hirtentäschel:







Eine eher unscheinbare Pflanze, ihre am Boden wachsenden Blätter erinnern an Rucola, weiter oben umschließen sie quasi den Stängel, die Samenkapseln sind eckig bis herzförmig, sie sind zuerst grün und voll ausgereift dann braun; sie sind am Stängel unterhalb der weißen Blüten angeordnet.
Essbar sind Blätter, Blüten Samen und Wurzel.
Inhaltsstoffe sind Kalium, Calcium, ätherische Öle und Vitamin C.
Die Heilwirkung ist blutdruckregulierend, verdauungsfördernd und verschafft Linderung bei Rheuma, Gicht, Nasenbluten und Ekzemen.
Die Schafgarbe:




Die Blätter sind länglich und zart gefiedert, der Blütenstand ist schirmförmig, die Blüten sind weiß.
Essbar sind Blätter und Blüten.
Verwechslungsmöglichkeit besteht mit dem Gefleckter Schierling und dem Riesenbärenklau, die einen sehr ähnlichen Blütenstand haben, jedoch hochgiftig sind. Sicher unterscheiden kann man aber sehr gut mittels der sehr unterschiedlichen Blätter.
Inhaltsstoffe sind vor allem Kupfer, Kalium und Vitamine.
Die Heilwirkung ist entzündungshemmend, antibakteriell, krampflösend und blutstillend.
Die Knoblauchsrauke:





Die Blätter sind oben herzförmig und unten nierenförmig, der Rand ist gezackt bzw. gewellt; die Blüte ist weiß mit 4 Blütenblättern, die sich kreuzweise gegenüber stehen.
Essbar sind Blätter, Blüten, Samen und Wurzel.
Erkennen kann man die Knoblauchrauke, indem man ein Blatt zwischen den Fingern zerreibt; wenn es zart nach Knoblauch duftet, ist es definitiv die Knoblauchsrauke.
Inhaltsstoffe sind Vitamin A und C, sowie verschiedene Mineralstoffe.
Heilwirkung ist blutreinigend, harntreibend und schleimlösend.
Der Gundermann:






Die Blätter sind nierenförmig und an den Rändern gezahnt, die Blüten sind violett.
Essbar sind Blätter und Blüten.
Inhaltsstoffe sind vor allem Vitamin C und Kalium.
Die Heilwirkung ist entzündungshemmend, antibakteriell, krampflösend und schleimlösend.
Der Kriechende Günsel:




Die Blätter sind klein und behaart und gegenständig angeordnet, die Blüten sind kranzförmig angeordnet und sind blau bis blau-weiß. Der Stängel ist vierkantig.
Essbar sind Blätter und Blüten.
Inhaltsstoffe sind ätherische Öle, Ajugoside, Harpagid, Delphinidin, Aucubin und Gerbsäure.
Die Heilwirkung ist entzündungshemmend, schmerzstillend, beruhigend und harntreibend.
Das Kriechende Fingerkraut (Fünf-Finger-Kraut):




Die Blätter wachsen niedrig, sind meist fünffach gefingert, haben manchmal aber auch 6 oder 7 Finger, an den Rändern gezackt. Die Blüten sind gelb.
Essbar sind Blätter und Blüten.
Inhaltsstoffe sind Gerbstoffe, Kalium, Calcium, Eisen, Schwefel und Tannine.
Die Heilwirkung ist antibakteriell, entzündungshemmend, antiviral und immunisierend.
Das waren sie, die 26 Wildkräuter.
Das Ganze gibt es auch in Videoform auf meinem Youtube-Kanal.
Darüber hinaus biete ich ab sofort Wildkräuter Wanderungen an. Mehr dazu hier.

Danke für den Beitrag, war für mich sehr lehrreich. LG.Lis
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Sehr gerne. Das freut mich 🙂
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Dankeschön das habe Dich kennenlernen dass wahr wunderbar Tag Deine Seite in Internet ist wunderbar ❤️❤️🌟🌟🌟🌟🌟❤️❤️❤️❤️🐝🐝🐝🐝
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Vielen lieben Dank, liebe Gertruda!
Ich habe unsere Begegnung auch sehr genossen. Wir wiederholen das bald mal, wenn du magst. Melde dich einfach jederzeit gerne bei mir. Liebe Grüße (auch an dein Hundchen!)!
Elvira
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